Alles geplant

Heute auf der Webseite des WDR:

„82-Jähriger plante offenbar Amoklauf“

Amok... geplant? Aha.

Ich hatte bisher gehofft, dass wenigstens da, wo Wirtschaftlichkeit keine echte Rolle spielt, weil das Schreibergehalt durch die GEZ-Steuer bezahlt wird, noch so was wie rudimentäre Professionalität vorhanden ist. Also sagen wir z.b. mal: Journalisten, die die Bedeutung von Wörtern kennen.

Naja. Dann eben nicht.



Wasser

Es gibt ja so Tätigkeiten, die man automatisiert durchführt, weil man es ja schon immer so gemacht hat und es jeder so macht... aber wie sinnvoll ist das im Einzelfall eigentlich?

Ich schütte Wasser - das sich im diesen Wasserkochern noch von der letzten Benutzung befindet - aus und mache neues rein... oft jedenfalls. Ich beobachte, dass die meisten anderen Leute das auch machen. Aber wozu soll das gut sein?

Wenn sich da Bakterien gesammelt haben sollten, dann werden die beim Kochen sowieso gekillt. Der Kalkgehalt des Wassers im Kocher ist eher geringer als der des Wassers aus dem Wasserhahn, und nach dem das dann gekocht wurde, suppt eher mehr ausgefälltes Kalk als vorher im Kocher rum. Gelöster Sauerstoff? Mal abgesehen davon das ich mit dem Magen nicht atmen kann (ein Umstand, den auch Käufer von sauerstoffangereicherten Getränken gerne übersehen), die Menge ist so gering, dass sie eigentlich keine Wirkung haben kann. Und wenn doch ist aus dem frischem Wasser nach dem Aufkochen der Sauerstoff sowieso ausgegast.

Also warum überhaupt die Mühe machen?

Wenn’s einer weiss, dann kann er mir ja einen Tip geben bitte.

Aber bitte keine Sachen wie : „FRÜHER hat man das gemacht weil...“
Folklore ist kein sachlicher Grund.



Schalten sie nächste Woche wieder ein, wenn es in unserer Reihe „Handeln ohne Nachdenken kann ja so nutzlos sein“ heisst:
„Wie erkläre ich den Reflexaufräumern, dass die Milchpackung direkt an die Kaffeemaschine geschoben zwar ordentlicher aussieht als 20 Zentimeter schräg daneben, die Milch direkt neben der warmen Kaffeemaschine aber ganz schön schnell sauer wird?“

Danach dann der Workshop: „Wie kriege ich am besten die geronnenen Milchklumpen aus dem Kaffeschäumer (Teil 1 -3)“


Ach ja, wo wir gerade beim Thema Wasser sind. Folgender Kommentar ereilt des Grillmasters Postfach:

Was mir mega auf den Senkel geht, ist die Tatsache, dass wir alle meinen Wasser in Plastikflaschen trinken zu muessen (was an sich schon schlimm genug ist), das dann auch noch tausende Kilometer durch die Gegend gefahren wird. Bin kuerzlich ein 10k Rennen in London gelaufen, bei dem sie fuer alle 30.000 Teilnehmer Wasser in Plastikflaschen ausgegeben haben (was schon mal totalhirnrissig ist, weil man bei einem Rennen an den Wasserstationen eh nur ein paar Schlucke trinkt und die Pulle dann wegwirft - sehr viel sinnvoller a la Berlin Marathon kleine Pappbecher auszuhaendigen) -- das Wasser kam aus der Tuerkei(!).

Wie idiotisch ist das denn? Als wenn es nicht genug sauberes Wasser in England geben wuerde... Und wenn es denn unbedingt felsquell-rein und blah blah sein muss, dann kann man das ohne Probleme zumindest aus Schottland bekommen. Aber Tuerkei?

Och NÖÖÖ

Nachts durch die Oranienburger. Am Tacheles steht eine auf „moderne und abgebrühte Grosstadtgöre, die weiß wo der Hammer hängt“ getrimmte ca. 24 Jährige, die in der einen Hand ne Zigarette hält und in der anderen eine Funke (tschuldigung... ein HÄNDY), in die sie mit rauher aber bestimmter Stimme und in einem Tonfall, als handele es sich um neuste „Feuchtgebiete“-Leserinnen Weisheiten wie folgt blubbert:

„Ja, und weisst du, Schwule sind ja auch echt süß irgendwie..“




Ja, na klar.