Hartz 4 Der Gastkommentar

Die GXXXX Data GmbH. Unterwegs im Auftrage des Arbeitsamtes oder
wie das jetzt gerade heissen mag.

Langsam steige ich ja hinter das Geschäftsmodell - und es
gefällt mir sehr!

Ich gehe also dahin (erste Einladung am 14.4.05), muss bei der ersten Informationsveranstaltung einen Antrag ausfüllen, der die GXXXX Data GmbH künftig berechtigt/verpflichtet mich die kommenden drei Monate bei meinen Bemühungen um einen Arbeitsplatz zu unterstützen, primär aber mich über die neuen Abwicklungsmodalitäten bei der Arbeitsagentur zu informieren. (die da sind: es gibt eben eine neue Kundennummer, meine Sachbearbeiterin hat eine neue Service-Nummer, die unter 'Team-Jobcenter' läuft, und das die Arbeitsagentur bei 5 Millionen Kunden wieder die Arbeitszeiten einer Privatarztpraxis eingeführt hat , also generell ab 12 Uhr mittags dicht! Das wars. Kann man in 30 Sekunden aufsagen.)
Als ich die Bewilligung der Arbeitsagentur für diese Leistung (drei Monate Dauer!) erhalte, läuft meine Leistungsbewilligung für AG II eigentlich nur noch vier Wochen! Noch immer überlege ich, ob mich die weise Voraussicht seitens der Arbeitsagentur beflügeln oder eher demotivieren sollte...
Ok, ich gebe also am 14.4. diesen Antrag ab und erhalte als Dankeschön einen Termin für in vier Wochen zur weiteren Konsultation. Dieser Termin war heute. Was haben die wohl in den letzten vier Wochen mit dem Geld gemacht, das die Arbeitsagentur als Pauschale ab 14.4. für mich bezahlt?
Wahrscheinlich den schon bewilligten Antrag der AG nochmals bei der AG eingereicht...? Ach, ich weiss es ja auch nicht!
Heute also grosser Tag: um 12.30 Uhr wieder grosse Einladung (man freut sich ja als Homesitzer über jedes Date, das man so abgreifen kann!) - drei Stunden Zeit sollte ich mitbringen, meine Bewerbungsunterlagen, den Bewerbungsbogen der GXXXX Data GmbH (der 1 zu 1 so aussieht, wie der Erfassungsbogen der Arbeitsagentur bzw. seinerzeit des Arbeitsamtes). Es ist nämlich auch Aufgabe der GXXXX Data GmbH die Erfassungsdaten der Arbeitsagentur mit dem aktuellen Stand der Software abzustimmen! Oder so ähnlich.
Ca. 25 Menschen sitzen in einem Raum, dem drei Damen auf der Rednerseite gegenüber stehen. Die ersten 10 Minuten wird die Anwesenheitsliste vorgelesen, was sich in Anbetracht der vielen spannenden ausländisch klingenden Namen als ehrliche Herausforderung erweist. Und deswegen die ersten 10 Minuten meines Dates auf ca. 18 Minuten gedehnt werden.
Sodann dürfen wir uns in Gruppen zu acht freundlichen Arbeitssuchenden um eine Dame und deren Arbeitsplatz scharen und werden hinsichtlich der Optimierung unserer Lebensläufe beraten.
Hierzu wird uns ein beidseitiges kopiertes Beispielsexemplar ausgehändigt: Vorne Bewerbung, hinten Lebenslauf.
Ich sage mal: textlich als auch vom Layout her Stand 1993.
Durch diverse Sprachhappen der uns zugeilten, sehr reizenden älteren Dame, die sich auch sofort als eine "von uns" zu erkennen gab ('ich mache ja hier auch nur meinen 1 Euro-Job') wurden wir fortan einem ausgefeilten Motivationsprogramm unterzogen, wie z.B.:
"Naja, wer 20 Jahre auf dem Bau gearbeitet hat, braucht natürlich keinen Lebenslauf. Der kriegt eh keinen Job!"
"In Amerika darf man gar kein Foto mitschicken, um einer möglichen Diskriminierung vorzubeugen und kein Alter angeben. Naja, und mal ehrlich, viele von uns sehen ja auch aus auf den Bildern wie Verbrecher."
Zwischenruf aus dem Off: "Wie, wir sollen keine Fotos mehr in die Lebensläufe geben?" "Doch, doch, ich sagte in Amerika!" Und: "Bei uns muss man das schon machen, aber damit haben wir älteren ja sowieso direkt keine Chance mehr!"
(Selbstverständlich stellte ich mir umgehend vor, wie der freundliche ältere leicht zahnlose Herr rechts aussen, der sich nicht nur in seinem Sprachgebrauch unverzüglich als 54jähriger ehemaliger Bauarbeiter mit siebenfachen (sieben!) Bandscheibenvorfall outet, sich direkt um eine Greencard bemüht, um kein Bild in seinen Lebenslauf packen zu müssen, der seiner Bewerbung bei einem amerikanischen Bauunternehmen anliegt, die er nie abschicken wird, weil sein Bandscheibenvorfall längeres Sitzen vor dem PC sowieso nicht ermöglicht.)
Verwirrt nach diesem Satz? Ich doch auch!
Mein innerliches Grinsen ob dieser Vorstellung breitete sich wohl offensichtlich öffentlich auch auf mein Gesicht aus, welches die reizende 1-Euro-Dame zur Kenntnis nahm und als Zuneigung, Zustimmung und Mitgefühl meinerseits akzeptierte, sie fühlte sich offensichtlich dadurch beflügelt einmal mehr uns alle falsch zu informieren:
"Sie sollten natürlich schon den Ansprechpartner in die Bewerbung zu schreiben, wenn sie den kennen."
(Falsch, wenn Sie keinen Ansprechpartner kennen bzw. zu blöd sind dieses dezente Mass an Eigeninitiative zu zeigen, den herauszubekommen, brauchen Sie die Bewerbung gar nicht erst abschicken!)
Naja, nach diesem Briefing jedenfalls sollen nun Langzeitsozialhilfeempfänger in der Lage sein, ihre Bewerbung im Sinne des Anspruchs deutscher Personaler zu verfassen.
Die reizende Dame links von mir, aus der Ukraine, seit drei Jahren in Deutschland, zeitlebens Hausfrau obwohl ukrainische studierte Wirtschaflerin mit nur leider sehr schlechten Deutschkenntnissen hat die Tips sicher alle mitbekommen.
Trotzdem habe ich da dezente Zweifel hinsichtlich der Erfolgsquote. Liegt wohl eher an mir, das Arbeisjobamtcenteragenturen-dings wird schon wissen, was es macht.
Und wieder wird ein Erfassungsbogen gereicht, der von uns ausgefüllt (Name, Vorname, Unterschrift) werden soll. Natürlich wurde während dessen nicht weiter gesprochen (- 10 Minuten von meiner wertvollsten Vermittlungszeit weg!) Eventuell mach ich mir von den Erfassungsbögen Fotokopien, die Daten die Abgefragt werden sind eh immer die Selben.
Das das eventuell etwas nutzlos sein könnte bemerkten auch andere Teilnehmer der lustigen Formblattausfüllveranstalltung:
Drei Herren,alle mittleren Alters, alle etwas ungepflegt und sich der sozialen Oberschicht allgemein eher fremd zu erkennen gebend, liessen mittlerweile ausgedehnte Kommentare zur Qualität der Mitarbeiter und Leistungen der Arbeitsagentur ab (als ob wir anderen das nicht schon selber geahnt hätten)
Die Damen der GXXXX Data GmbH suchte durch ein "reihum mal Vorstellen"- Spielchen die Stimmung zu lösen. Ob ich nun möchte, dass mir fremde Männer vom Bau mehr über mein Privatleben erfahren sei mal dahingestellt, aber gut, wir wollen ja nicht das "Konzept" der GXXXX Data GmbH durcheinanderbringen. Also Vorstellungsrunde. Die Dame der GXXXX Data GmbH machte sich fleissig Notizen auf einem DinA4-Karopapier, so pro Mensch im Schnitt einen Dreizeiler. Wofür?
Weiss kein Mensch. Oder für ihre internen Erfassungsbögen für den 1-Euro-Job. Oder um das nach derVorstellungsrunde gepflegt wegzuwerfen.
Ich lerne also:
Der Mann mit den sieben Bandscheibenvorfällen hat fünf Kinder und darf natürlich nicht mehr heben. Er wurde einmal seitens der Arbeitsagentur zu einer Qualifizierungsmassnahme geladen, in der herauszuarbeiten war, ob er für eine Umschulung geeignet sei. Seitdem hätte er nichts mehr gehört. Hm, zu was könnte man den Mann umschulen? Schwer heben darf er nicht, damit ist seine Kernqualifikation schon mal am Arsch. Auf Medikamententester eventuell?
Und wieso brauchte die Arbeitsagentur drei Monate, um zu erkennen, dass da wohl nichts mehr gehen wird?
Vor allem aber: Warum fragt er nicht einfach mal nach?

Der Mann links von ihm war Tankwart, hat sich mal die Wirbelsäule gebrochen und darf nichts mehr über fünf Kino heben. Eine Umschulungsmassnahme zum Güter und Qualitätsprüfer seitens der Arbeitsagentur hat er abgebrochen. Natürlich war die Arbeitsagentur schuld - denn der Massnahmeträger konnte ihm nicht schriftlich versichern, dass er nach der Massnahme einen Job finden würde. Sauerei natürlich! So ist das ja viel zu unsicher, dann schon lieber gar keine Perspektive hat er sich da wohl gesagt.
Der nächste Mann von ihm war Fernkraftfahrer, hat von der Arbeitsagentur eine Umschulung zum Busfahrer bezahlt bekommen, hat aber nach Ende der Massnahme das Einstiegsalter zum Busfahrer (35 Jahre) mit einem Jahr überschritten, daher ist die Umschlung leider ein bisschen verpufft. Hoffentlich bieten die mir nicht eine Umschulung zum Teenie-Star an, das könnte auch etwas knapp werden. Er könnte theoretisch bei der BVG anfangen, aber die Arbeitsagentur bezahlt ihm nicht die Kassenschulung der BVG (da lernen Busfahrer Kassenbuch führen bzw. 2 Euro kassieren!), deshalb kann er da nicht anfangen. Und wenn er die hätte könnte er trotzdem nicht anfangen, weil die BVG ja Stellen abbaut. Und deswegen geht er jetzt in die Schweiz, weil da ja alles besser ist. Jawohl!
Und er war auch mal drei Monate in Indonesien und Chinesisch ist überhaupt gar nicht so schwer zu lernen. (Och, ihr erkennt hier auch gerade keinen Sinn? Sowas!)
Die Dame rechts von mir war Sozialhilfeempfängerin, hat fünf Kinder und hat ihr erstes Kind mit 16 bekommen, nie eine Lehre abgeschlossen. Sie bringt zum Beweis auch ihre ca. 17jährige Tochter zur Unterstützung zu dieser Veranstaltung mit, die ständig dazwischen blökt. Nicht das wir uns hier missverstehen, die war einfach nur so dabei, nicht als Dolmetscherin oder um Mamma zu helfen!
Die Dame der GXXXX Data GmbH notiert auf ihrem Zettel (wo solche Dinge wie 'europaweit vermittelbar', 'gesundheitlich eingeschränkt vermittelbar', 'schwer vermittelbar' notiert werden):
Keine Hoffnung.
Damits auch jeder mitbekommt sprichts Sies dabei auch aus:
K e i n e H o f f n u n g.

Die nächste Hoffnungsträgerin war dann ich. Blabla 39, ledig, jahrelang im IT-Vertrieb tätig. Frage: "Ei-was bitte?"
"Informationstechnologie", "Vertrieb".
Gesichtsausdruck zeigt k.A. Ok, noch ein Versuch, ich helfe ja gerne: "Verkauf von Computern und so"
"Ah, ja!"

Das hatte ich schon lange nicht mehr. Ich dachte der Begriff "IT" sei ja nun wirklich eingedeutscht. Meinen weiteren Lebenslauf, gespickt mit Wörtern wie 'Marketing & Public Relations', Gründungsmitglied Internet-StartUp, AG-Massnahme Flash-Developer hatte einigermassenes Unverständnis auf allen Seiten zur Folge, aber führte wenigstens dazu, dass die drei dumm dazwischen quasselnden Idioten rechts von mir endlich mal verstummten. Und mir keine weiteren Fragen mehr gestellt wurden.
Auf dem Notizzettel landeten bei mir nichts Ob das nun ein gutes Zeichen ist? Na, zumindest deutete die Dame mir gegenüber mit viel Mitleid in ihrem Schulterzucken an, dass ich ja offensichtlich nichts in dieser Massnahme zu suchen hätte. Und dabei habe ich doch soviel Spass dort.
Dann kam die einzige Dame mit Niveau in dieser Runde an die Reihe: Die Wirtschaftswissenschaftlerin aus der Ukraine kam zu Wort, der nur angeraten wurde, doch endlich mal anständig Deutsch sprechen zu lernen. Naja, so schlecht war«s nicht. Im Vergleich mit den Bandscheibenvorfällen und dem Busfahrer sogar ganz gut eigentlich.
Der letzte junge Mann in der Reihe, 23, Elektrofachtechniker hatte sich bei einem Sturz auf dem BVG-Betriebsgelände die Treppen runter, die Schulter und Wirbesäule gebrochen. Zwischenruf von rechts: "Sofort verklagen!" Verklagen? Die Treppe? Wie bricht man sich mit 23 bei einem Treppensturz die Wirbelsäule? Ach, wat soll ich sagen: eigentlich sass da nur ein junger Mann, der offensichtlich keinen Bock zu nix hat.
Gibt's in Deutschland eigentlich auch noch Männer ohne Wirbelsäulenbruch oder Bandscheibenvorfällen?
Das war dann übrigens die Massnahme für heute. Es folgte noch eine Terminvergabe, zwecks Computereinweisung, damit ich morgen (habe sofort bei dem nächsten noch freien Termin ãhier" gerufen zwecks weiterer Unterhaltung) mein berufliches Profil, so wie es in der Software der Arbeitsagentur geführt wird, aktualisieren darf.
Selber!
Also nochmal: ich werde morgen meine Daten in der Software der Arbeitsagentur überprüfen bzw. neu einstellen. Ich rede hier von der Software der Arbeitsagentur. Nicht von dem Online-Portal arbeitsagentur.de oder so, sondern der INTERNEN Software des Arbeitsamtes.

Ich mache morgen dort den Job, den eigentlich die Mitarbeiterin meines Job-Centers Frau Schnulz machen müsste, wofür sie aber der GXXXX Data GmbH einen Vermittlungsgutschein ausgestellt hat, damit ich das morgen dort vor Ort (in den Räumen der GXXXX Data GmbH ) selber mache.
Ein externes Unternehmen hat also Zugriff auf die Arbeitssoftware der Arbeitsagentur! Nur mal so!
Mal sehen, eventuell kann ich ja auch die Profile von anderen bearbeiten, und den Jungs mit den Wirbelsäulenbrüchen eine Eignung als Kunstturner oder Zirkusartist unterjubeln.

Die GXXXX Data GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung, also keine gemeinnützige Gesellschaft, residiert zur Miete in den ungenutzten Räumen des Gebäudekomplexes der Arbeitsagentur. Beschäftigt ausschliesslich (das ist offensichtlich!) 1-Euro-Mitarbeiter, die dieser - nicht gemeinnützigen GmbH - seitens der Arbeitsagentur zur Verfügung gestellt werden.
Und die GmbH finanziert sich nur durch Vermittlungsgutscheine für die sie
a) nicht über den gesamten Zeitraum der Leistungsbewilligung in Aktion treten
(wie bei mir erst nach vier Wochen ab Beginn der Leistungsbewilligung)
b) den Softwareeintragsabgleich von den Kunden der Arbeitsagentur selber vornehmen lassen
c) mir als besondere Leistung einen PC-Arbeitsplatz zur Verfügung stellen (der mir in den Räumen der Arbeitsagentur sowieso zur Verfügung stünde), um meine Bewerbungsunterlagen zu erstellen.

Am Ende dieser Massnahme (vier Veranstaltungen) habe ich bei
Veranstaltung 1 - freundlich einen Antrag ausgefüllt und einen neuen Termin erhalten
Veranstaltung 2 - freundlich in einer Runde gesessen, ziemlich viel dummes Geschwafel anderer Teilnehmer mir anhören müssen,kurz über meinen beruflichen Werdegang gesprochen, nix gelernt und einen neuen Termin erhalten und werde bei
Veranstaltung 3 - meine Daten nach pflegen, einen neuen Termin erhalten, weil ich nämlich bei
Veranstaltung 4 - die Räume der GXXXX Data GmbH mit ausgedruckten Bewerbungsunterlagen verlassen soll. Denn das sei ja das Ziel dieser Massnahme!
Bewerbungsunterlagen DIE ICH BLöDE NUSS DIE GANZE ZEIT VON ZU HAUSE AUS SCHON MITSCHLEPPE!!! Denn selbstredend weiss ich doch recht gut, wie man Bewerbungsunterlagen verfasst.
Und wenn nicht, habe ich zumindest bisher nichts dazugelernt.


...doch, gutes Geschäftsmodell.
Hätte ich auch selber daruf kommen können HERRGOTTNOCHMAL, ich Idiot.

Eigentlich überlege ich, ob ich nicht mich dort in einer 1-Euro-Massnahme für genau den Job der reizenden Dame bewerben sollte. Dann kann ich wenigstens solchen Typen wie diesen drei Dummbatzen ordentlich im Staatsauftrag die Kante geben.
Oder... weiss einer den aktuellen Stundensatz einer Domina? Ist der doch noch höher? Aber unversichert, oder? Obwohl als Ich-AG?
Andere Idee: wir zeichnen die ganze Massnahme auf Video auf und verkaufen es als Sitcomm! Das wird der Bringer. Arbeitstitel "Hartzstadl" oder vielleicht "QuatschWirbelsäulenClub".
Volkswirtschafltich gesehen ist's aber eventuell besser, wir verbrennen das Geld für diese Massnahme einfach und zwar im Ofen eines Arbeitslosen, damit wäre dann wenigstens eine Wohnung warm.



Ach, ist schwer

(dies stammt von der Autorin des Blogs "Holy Fruitsalad")

Lieb,

Heute erreicht mich ein sehr bezeichendes Mail. Ich erlaube mir, es hier auszugsweise zu zitieren:
Der Betreff lautet bereits vielversprechend:

"Bestätigen Sie Message!"

Das lässt hoffen und wir werden auch nicht enttäuscht.

Im Text heisst es:

Lieb,

Bin ich Herr. J.Goodman, sind ein Eingeborener
von Kapstadt in Südafrika und in mir ein Executivbuchhalter
mit der Südafrikaabteilung des Bergbaus u. Naturresourcen.

Geht ja gut los. Besonders die Anrede gefällt mir: "Lieb," Klar!

Weiter heisst es:

Seien Sie informiert, daß gab einMitglied des Südafrika-Ausfuhr-
förderungrates (SEPC) der an der Regierungsdelegation zu Ihrem Land während
einer Geschäftsausstellung war, mir Ihr enviable credentials/particulars.


Ach ja. So so.

Ich habe entschieden, eine vertrauliche Mitarbeit mit Ihnen
in der Durchführung des Abkommens zu suchen, das nachstehend
zugunsten aller Beteiligten beschrieben wird und Sie zu hoffen
hält es als oberes Geheimnis wegen der Natur dieser Verhandlung.

Das fing ja an sich fast sinnvoll an: "Ich habe entschieden... ." Leider verliert der Satz dann am Ende etwas an Drive.

Der nächste Satz lautet:

Innerhalb der Abteilung des Bergbaus u. der Naturresourcen,
in denen ich als Executivbuchhalter und mit der Mitarbeit von
vier anderen oberen Beamten arbeite, haben wir in unserem Besitz
als überfällige vorgelegte Wechsel, die achtzehn - Million,
drei hundert tausend US-Dollar zusammenzählen, die wir mit
der Unterstützung und der Mitarbeit eines fremden company/individual
auswärts bringen möchten, die besagte Kapital in unserem
Interesse oder in einem zuverlässigen fremden Nichtfirmakonto
zu empfangen, um solche Kapital zu empfangen.

Doch doch, das ist ein Satz! Die deutsche Eigenheit, durch verschachtelte Nebensätze endlose Lindwürmer schaffen zu können, beherrscht der Schreiber also durchaus.
Na ja, die Kernaussage haben wir auch verstanden: Irgendeine grosse Summe eben. Aber Moment mal...
nur 18 Millionen Dollar? Also ca. 6,5 Millionen Euro? Das lohnt sich doch gar nicht! Ich sehe ein, dass es das Problem der Nigeriaconnection ist, eine feine Balance zwischen Gier und Glaubwürdigkeit zu finden. aber 6 Millionen Euro? Ich bitte Euch! Leute, wenn wir das 50/50 teilen sind das doch nur 2 Millionen für jeden!
Das lohnt nun wirklich nicht!

Oder um es mit Eurer Sprache zu sagen:

Ich hinweisen mir erlauben, das Gesamtsumme ist sich mir niedrigerscheinen zu. Betrug nicht Aufwand, welches verursachen Valuable.

Weiter heisst es dann auch:

Ihr Anteil der Summe 15% von sind (achtzehn - Million, dreihundert tausend US Dollars). 80% für uns und 5% für Besteuerung und Verschiedene Unkosten.

Ach ich bekomme nur 15%? Das sind dann ja gerade mal 7000 Euro!
Also Leute!

ICH BITTE EUCH!



Das ist ja wohl nun die lausigste Nigeria-Kacke, die ich je gesehen habe! Gute Güte.

Traurig, wie alles zu Grunde geht