Reicht auch

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Wenn ich mir meine Stulle selber mache und keine Zeit hab.



Momente in der Bahn 2

Im Zug sitzt mir gegenüber ein Mann, der sich seine E-Mails von der Sekräterin hat ausdrucken lassen, er führt sie in einem Aktenordern mit. Diesen arbeitet er nun durch (dabei kommt auch der bekannte Textmarker zum Einsatz) Wenn er auf eine der E-Mails antworten will, diktiert er die Antwort in sein iPhone, und sendet die Audiodatei per Mail an seine Sekretärin.

Das ist die skurilste Mischung aus moderner und althergebrachter Arbeitsweise, die ich bisher gesehen habe.




Momente ohne Hoffnung in der Bahn

Schaffner (heisst heute bestimmt anders. Zugbegleiter? Train-Chief? Ticketcontroller?) etwas verzweifelt klingend in sein Funktelefon:
"ich bräuchte im Bahnhof X (der noch 2 Stunden Fahrzeit entfernt ist) dringend 2 Leute von Service …"

Pause.

"… kann ich also vergessen?"

Kleine Denkpause.

"Okay. Habt ihr die Nummer von der Bahnhofsmission für mich?"



Momente der Hoffnung

Ich wohne in einer recht konservativ geprägten Ecke am Rande Berlins (wie wir anlässlich der Einrichtung eines vorübergehenden Asylantenheimes vor einigen Monaten leidvoll erfahren durften).

Um so erfreuter war ich, dass sich jemand die Mühe gemacht hat, flächendeckend alle NPD Wahlplakate im Umkreis von ca. 4 Kilometern zu entfernen.

Alle. Der ganze Stadtteil ist national befreit quasi.

Das muss eine unglaubliche Arbeit gewesen sein, wenn man bedenkt, dass die NPD die schon immer extra hoch hängt um genau das zu verhindern.