In die Zukunft gerichtet

"Hätte, hätte , hätte! – das ist doch unwichtig, wir wollen doch in die Zukunft gerichtet denken"

Einer dieser beliebten Phrasen, die ich immer wieder von Managern und deren Nachplapperern entgegen nehmen darf. Im positiven Falle bedeutet sie: "Es ist doch egal
wessen Fehler das war, lass uns das jetzt fixen und gut ist". Dann ist sie voll berechtigt und gut.

Leider wird sie aber auch oft verwendet um zu verdecken, dass man seine Hausaufgaben nicht machen will. Nämlich rauszufinden
warum etwas schief gelaufen ist. Nur in die Zukunft gerichtetes Denken bewirkt, dass man aus der Vergangenheit nicht mehr lernen kann. Erfahrungen zu sammeln, mal zu klären, was genau passiert ist und daraus Schlüsse zu ziehen ist eine der wichtigsten Erfolgsfaktoren überhaupt. Immer "nur" in die Zukunft denken heisst Gefahr zu laufen den selben Fehler wieder zu machen. Nur wer die Vergangenheit analysiert kann besser werden.

Also verschohnt mich bitte!


Und wo wir gerade dabei sind: "Silodenken" ist auch so eine Phrase, die inzwischen nutzlos geworden ist.



Eien Zugfahrt die ist … lustig

Die Tür des Abteils (ja, es gibt auch in ICEs noch Abteile und ich nutze die gerne) hält nicht mehr. Sie geht immer auf, wenn der Zug auch nur leicht beschleunigt. Das nerft. Auflassen geht auch nicht, denn dann knallt die Tür zu wenn der Zug langsamer wird.

Keine Problem, dem Inschnör ist nix zu schör. Ich falte den im Abteil rumliegenden Fahrpläne, klemme das in den Spalt zwischen Tür und Abteilwand, fertig. Tür hält.

Der Schaffner kommt, reisst die Tür auf , "Die Fahrscheine bitte!", meine provisorischer Papierstopper fällt runter. Als der Mann weg ist stehe ich auf und mach ihn wieder rein.

Ein anderer Mann kommt und reisst die Tür auf: "Noch ein Wunsch aus dem Restaurant?" Eingeklemmtes Papier fällt runter, Tür schwingt wieder frei hin und her.
Nein danke, nicht aus dem Restaurant.
Als der Mann weg ist stehe ich auf und mache das Papier wieder wieder rein.

Zehn Minuten später nach dem nächsten Bahnhof, Schaffner reisst die Tür auf: "Noch jemand zugestiegen?"
Nein.
Aufstehen, Papier wieder rein.

Fünf Minuten später: "Jetzt vielleicht ein Wunsch aus dem Restaurant?"
Nein. Ich erkläre dem Mann das Problem mit der Tür. Er versteht und verspricht, nächstes mal durch die Glastür zu fragen.
Ich bedanke mich, stehe wieder auf und mach das Papier wieder rein.

Zehn Minuten später: Tür auf: "Guten Tag, wollen Sie vielleicht was lesen?" Jemand hält mir Zeitungen hin.
NnngrrNein. Danke.
Aufstehen, Papier wieder rein.


Weil die Schnellfahrstrecke wegen Bauarbeiten gesperrt ist, fahren wir über die "Altbaustrecke". Dass dauert länger, daher bietet die Bahn als Kompensation kleine Büchlein an, hier Stefan Zweigs Schachnovelle. Tür auf: "Guten Tag möchten sie vielleicht eine kleines Büchlein?"
HrrrsNnnn-Nn-Grrnn…Nein, danke, wirklich nicht."
Wieder aufstehen, Papier erneut festklemmen.

Ein Viertelstunde später: "Vielleicht doch einen Wunsch aus dem Boardr … oh Entschuldigung, ich habe das mit der Tür vergessen!"
"ABER DAS MACHT DOCH NICHTS"


Einmal mach ich das Papier noch fest!


Aber WEHE es gibt jetzt "Personalwechsel" oder "Frische Brezel gefällig?"





Bestätigung

Vor bereits 15 Jahren habe ich ja eine schier unglaubliche Weltverschwörung aufgedeckt.

Heute durch Zufall die volle Tragweite erkannt.

In Berlin gibt es auf der Nonnendammallee ein Steakhouse. Das Steakhouse hat keine dieser argentinisch klingenden Namen, genau genommen gar keinen richtigen Namen soweit ich erkennen kann, sodass es offenbar nicht Teil der Steakhouseweltverschwörung sein kann, deren wichtigstes Merkmal ist, dass die Namen von Steakhäusern immer die Buchstaben "A" und "O" enthalten müssen.

Aber halt … was steht aussen in grosser (und wie immer bei Steakhäusern ROTER) Leuchtreklame am Restaurant?

Richtig:

STEAKHAUS NONNENDAMM

Und daher hat das Teil doch ein "A" und "O" im Namen. ALLE Steakhäuser unterwerfen sich irgendwie der Regel!

A und O = Alpha und Omega = Anfang und Ende.

Mystisch, mystisch!



Laaangweilig!

"Computer helfen uns bei der Bewältigung von Problemen, die wir ohne sie gar nicht hätten. "

Auch so'n Spruch der echt zum Brüllen ist. Wie originell, neu und treffend.
Sowat haben 25-jährige tatsächlich in Computerforen als Signatur und denken, das sei an der Grenze zu einer neuen philosophischen Erkenntniss.
Mich schüttelt's immer bei so Kram; 1990 durfte man so was vielleicht noch sagen, heute winkt selbst mein 83ig jähriger Onkel ab, während er Wikipedia durchforstet.

Noch besser ist höchstens: "Früher hatten wir keine Computer und es ging ja auch." Stimmt. Obwohl ich das Versenden von in Steintafel gemeisselten Texten per Pferdekurier doch etwas lästig finde.

Inzwischen lese ich bei Forenbeiträgen als erstes die Signatur. Da erübrigt sich oft der eigentliche Beitrag schon.


Noch einer gefällig?

"Wer in meinem Beitrag Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten."


Gähn.



Fakten

Ich weiss, es hat ja nicht viel Zweck, weil Fakten sowieso nur stören, aber ich versuche es trotzdem mal:

Der typische Anteil an Straftäter ist prozentual unter Flüchtlingen in Deutschland etwa genau so hoch wie die unter Deutschen. Daraus ergibt sich, dass die absolute Chance einem deutschen Täter zum Opfer zu fallen rund 60x höher ist, als Opfer eine Straftat durch einen Flüchtling zu werden.

Es gibt allerdings Ausnahmen:
Während Syrier und Iraker statistisch signifikant unterrepräsentiert sind, also besonderes selten Straftaten begehen, sind einige Gruppen im Zusammenhang mit der Flüchtlingsdiskussion deutlich überproportional vertreten.

Bei Flüchtlingen aus
  • Serbien
  • Kosovo
  • Mazedonien
  • dem Maghreb (z.B. Algerien und Marokko)
und
  • rechtsradikalen Deutschen

ist die Täterrate deutlich höher, hier muss man davon ausgehen, dass die jeweiligen Gruppe 4x häufiger Straftaten begeht, als ihr Anteil an der Bevölkerung vermuten liesse.




Der Amtsschimmel wiehert

Mit Flüchtlingsmutter aus Syrien und ihren 2 kleinen Kindern beim Amt.

Sachbearbeiterin: "Und hier soll sie eintragen, was sie im letzten Jahr für Einkommen hatte."
Meine holde Maid ist für ein paar Sekunden sprachlos, sagt dann aber: "Ach, Sie können Arabisch?"
Sachbearbeiterin: "Nee, das muss in Deutsch."
Holde Maid:"die kommt aus Syrien die kann noch kein Deutsch. Aber egal, was meinen Sie mit "Einkommen"?"
Sachbearbeiterin: "Naja, was sie so verdient hat in den letzen 12 Monaten."
Holde Maid: " Die gute Frau wohnt seit 4 Monaten im Flüchtlingsheim Karlshorst, war vorher 3 Monate auf der Flucht und vorher erstens Mutter in einem arabischen Land, in dem zweitens Krieg herrscht. Was meine Sie denn, was die verdient haben könnte?"
Sachbearbeiterin: "Das müssen wir schon wissen."

Männer und Frauen

Völlig zusammenhanglos zwei kleine Dinge:

1. Neulich Abend - es war schon dunkel - einen menschenleeren Uferweg mitten in Berlin langspaziert und dabei ein bisschen über 1-2 Dinge gegrübelt. Ich war also nicht ganz aufmerksam, als ich plötzlich höre: Jemand kommt von hinten auf mich zugelaufen!
Reflexartig drehe ich mich um, Fäuste schon erhoben, Körper bereits leicht geduckt … es ist eine Jogerin. Wie einigen vielleicht bekannt ist, bin ich auch ohne meine Schuhe schon 1,90 gross und habe eine schwarzen Gürtel in Taekwondo.

Sie ist mindestes 20 Zentimeter kleiner als ich, zierlich und stellt bestimmt keinerlei Gefahr dar, bemerkt aber, dass ich mich erschrocken hatte, dass ich sogar für eine Bruchteil der Sekunde Angst gehabt haben könnte.

So kommt es, dass sie im Vorbeilaufen etwas kichert und mir ein "Oh … sorry" zuruft.

Aus diesem kleinen Vorfall kann man eine Menge Schlüsse ziehen, ihr kommt selber drauf denke ich.



2. Heute will mir LinkedIn (ja, ich bin auf LinkedIn) mal wieder einen Premium Account schmackhaft machen. Und zwar weil ich dann sehen könnte, wer meine Profilseite aufgerufen habe.

Und das sieht dann so aus:

LinkedIn

Hm.

HMMM.

Diese beiden mir völlig unbekannten Damen sollen sich also meine LinkedIn Seite angesehen haben?
Ich habe zumindest beim rechten Bild schon Zweifel, dass das Foto überhaupt aus einem LinkedIn Profil stammt, solche neckischen Portraits sind bei LinkedIn eher nicht üblich (sonst wäre ich da nicht).

Für mich sieht das verdächtig nach der Masche aus, die ansonsten unseriöse Datingsites verwenden um Männer in einen Premium Account zu locken: "Schau mal, diese beiden Frauen haben sich dein Profil angesehen und würden sich gerne mir dir treffen. Musst nur ein Jahresabo abschliessen, dann sagen wir dir auch wer das ist."

Ja sicher.








Gut, er hats zugeben

Heute im Baumarkt eine Körner kaufen wollen. Nicht gefunden, jemand gefragt. Der Angestellte sagt mir gleich: Ich bin hier neu, wie heisst das? Körner?

Ich beschreibe ihm das Teil und und Funktion (setze ich hier als bekannt oder googlebar voraus) und er führt mich zu Anreißwerkzeugen und "Vorstechern". Okay, nicht abwegig.

Später finde ich die Körner und zeige ihm einen.

Sagt er: "Ach, ein Meissel!"

Gut, ein Körner ist nun nicht das bekannteste Werkzeug (obwohl meine holde Maid als ich ihr das Dingen zeigte sagte: "Körner, kenn ich, hatten wir damals im Werkunterricht.") aber so ein BISSCHEN Affinität zu so Dingen wenn man in einem Baumarkt anfängt hätte ich schon erwartet.