Marilyn vos Savant
Unstrittig ist die Frau ziemlich clever.
Wer näheres wissen will, kann ja mal das Wort "Ziegenproblem" googeln.
Frau vos Savant betreibt, wie vielleicht bekannt, eine Kolumne in irgendeinem Käseblatt, die "Ask Marilyn" heisst und wo sie Leserfragen beantwortet. Auch das Ziegenproblem wurde dort behandelt.
Nun gibts eine Menge Leute, deren Hobby darin zu bestehen scheint, zu beweisen, das Frau vos Savant irgendwie doch doof ist, ihr Intelligenzquotient nicht xyz sonder nur zyx sei (der Wikipediaartikel über sie befasst sich z.b. mit epischer Breite mit so Themen ob sie ihren ersten Intellgenztest am 7. April 1957 oder doch erst am 03. Januar 1959 gemacht hat oder so ähnlich.... gähn) oder sie sich doch auch mal vertut; so als habe sie behauptet unfehlbar zu sein.
Sehr prominent ist die Webseite "Marilyn is wrong", die Fehler in Marylins Antworten nachweisen will. Spannend schon der Titel der gestalterisch... äh... wenig angeberischen Seite, die ja nicht etwa "Where Marylin was wrong" oder so heisst, sondern "..is wrong" Also nicht "Wo Marylin auch mal unrecht hatte", sondern: "Marylin hat unrecht". Das ist ja mal eine deutliche Ansage.
Ich war in der Tat kurz neugierig und hab mir die Seite angesehen. Sofort sprang mir ein Artikel ins Auge, der Titel war (ich übersetze): "Welches Teil eines Autos reist am weitesten?"
Nun, das fand ich eine komische Frage, die spontane Gegenfrage scheint zu sein: "Hä? Ist das nicht bei allen Teilen gleich?"
Die durchaus verblüffende Antwort von Frau vos Savant war:
"Die Autoschlüssel"
Das hat mich sofort grinsen lassen, weil es aufs allerfeinste zeigt, dass die Frau wirklich sehr sehr intelligent ist und vor allem "out of the Box" denken kann.
Okay, was sagt nun die Kritiker von "Marilyn is wrong"?
"Sorry Marilyn, ich stimme nicht zu. Es könnte ja zum Beispiel sein, das ein Auto von zwei Personen gefahren wird, von denen JEDER seine EIGENEN Schlüssel hat und dann..."
Soweit so schlecht. Weiter heisst es:
"In jedem Fall aber reisen die KOLBEN, die sich ja im Zylinder des Motors auf und ab bewegen...."
Da bleibt mir nur als Antwort: "Sorry, aber dem stimme ich nicht zu, es könnte ja zum Beispiel sein, dass wir in einem ELEKTROAUTO..."
Ich spare mir den Rest. Ich hab die Seite wieder zu gemacht, bevor sie vielleicht noch anfangen, den Kreisumfang der Reifen mit ins Spiel zu bringen.
Das Erschreckende ist, dass die Betreiber der Seite: "Marilyn is wrong" nicht mal merken, dass sie von einer ganz anderen Klasse von Antworten reden und wie clever die Schlüsselantwort eigentlich ist, wie überraschend zutreffend auch ohne technische Kenntnisse über Kolbenweg eines Verbrennungsmotors oder Radumfang; dies selbst, wenn die Antwort der Kritiker im Englischen wegen der leicht abweichenden Bedeutung von "travels" gegenüber "reisen" nicht ganz so bescheuert ist, wie es bei der deutschen Übersetzung klingt.
Die Frau muss sich ihr ganzes Leben wie im Kindergarten vorkommen.
(Update: Ich konnte mir dann doch nicht verkneifen, wegen der Reifen doch noch mal nachzusehen: Bingo)
Rückwärts
Erster Satz geht so:
"Du schriebst mir auf deutsch single boerse etwas Monate rueckwaerts!"
Oh mann....
Nacktscanner
Okay, die Antwort ist klar: Damit keiner sagen kann, man habe ja nicht alles unternommen!
Nun sterben zwar WELTWEIT durch Terroranschläge in Flugzeugen wesentlich weniger Leute als alleine in Deutschland Personen beim Putzen oder Rumturnen aus Versehen aus dem Fenster fallen (kein Witz) und daher ist die Gefahr in einem Flugzeug gesprengt zu werden geradezu lächerlich gering im Vergleich zu praktisch jeder anderen Todesart des normalen Lebensrisikos (wie zum Beispiel beim Baden zu ertrinken) aber irgendwie meinen alle, dass man genau DA die Sicherheit weiter steigern muss.
Gut. Da Jrillmasta (also ich) als Fachmann für totale Sicherheit weiss, wie man das letzlich machen muss:
Beim Check in:
- Nacktscanner? Quatsch. Nackt fliegen. Persönliche Kleidung ist zu verbieten. Sicher wird es zu Anfang leichte Proteste geben, aber nach kurzer Eingewöhnungszeit sehe ich keine Probleme, in der Sauna stellt sich ja deswegen auch keiner an.
- absuchen sämtlicher Körperöffnungen. Das Flughafenpersonal wird also kurz die Mundhöhle bis zu den Bronchien, den Enddarm und bei Frauen auch die Vagina abtasten. Nützlicher Nebeneffekt: nach kleinen Zusatzschulungen können Zahndurchsicht, Prostatavorsorge und Diagnose gängiger Frauenerkrankungen wie Vaginose und Pilzbefall mit erledigt werden. Eventuell wo räumlich möglich, durch Vorhänge abgetrennte Kabinen vorsehen.
- dannach noch kurz zur Magenspiegelung
- keine Handgepäck (teilweise schon umgesetzt)
- vor Betreten des Flugzeuges noch rasch 48 Stunden Quaratäne, um eventuell über die Nahrung aufgenommene Stoffe (Plastiksprengstoffragout mit Leipziger Sprengkapselallerlei) sicher auszuscheiden.
Im Flugzeug:
- Keine Decken (schon umgesetzt)
- kein Aufstehen, kein Toilettenbesuch (teilweise schon umgesetzt)
- keine Stoffsitze, sondern anstelle dessen leicht auch von unten und hinten einsehbare Drahtgestelle.
Darunter eventuell eine Fäkalblaufrille
- Onboard Röntgengerät, mit dem wärend des Fluges Stichprobendurchleuchtungen gemacht werden.
Ich denke das sollte eigentlich ausreichen. Problem könnte sein, das irgendwann mehr Leute in der Warteschlange an Altersschwäche sterben ("bitte seien Sie wegen der leider notwendigen Sicherheitsmassnahmen 2 Wochen vor Abflug am Flugschalter"), als statistisch an den verhinderten Anschlägen sterben würden, aber gut... das ist eben normales Lebensrisiko.
(Wärend ich diesen Artikel geschrieben habe, sind weltweit übrigens ca. 40 Personen durch einen Verkehrsunfall gestorben)
(Hier verwendete Zahlen:
- Verkehrstote pro Jahr weltweit ca 0,6 - 1,2 Millionen je nach genauer Definition
- tödliche Haushaltsunfälle in Deutschland pro Jahr ca. 5500
- tödliche Bade- und Schwimmunfälle in Europa pro Jahr: ca. 20000
- Todesopfer durch Terroranschläge auf Flugzeuge in den letzten VIERZIG Jahren WELTWEIT: ca. 2000
Vergleiche auch diesen älteren Eintrag von sö Jrillmasda)
Formularspaß
Ich weiss nicht wie ich es anders sagen soll.
Also ich erzähl’s mal, ja?
Eine gTLD-Registry (wer nicht weiss, was das ist: Egal, das tut hier nichts zur Sache. Ersetzt es einfach durch „Geschäftspartner“ ) mailt mir ein Formular zu, das ich ausfüllen soll. Es gehe darum, das Sie ihre Informationen über uns vervollständigen wollten.
Das Formular ist wie in der IT Branche üblich in englisch und umfasst... äh... 14 Seiten. Aber keine Angst, die ersten drei Seiten sind dicht zugeschrieben mit Ausfüllhinweisen, tatsächlich ausfüllen muss man also NUR 11 Seiten.
Elf Seiten auszufüllende Formulare.
Wie die Strassenadresse unserer Firma ist (mit Bundesland) und die Faxnummer und Telephonnummer und Webadresse und E-Mailadresse und E-Mailadresse für dringende Mails und E-Mailadresse für NICHT dringende Mails und E-Mailadresse für normal dringende Mails (Echt! Ich erzähl keinen Scheiss!) und welche IPs wir verwenden und Strassenadresse des Chief Executive Officer incl „Telephone Security Passphrase“ und seine E-Mailadresse natürlich, das gleiche für den „Präsidenten“ der Firma . Für mich natürlich auch und auch für unseren Rechtsanwalt und die Marketingabteilung (die allerdings die „Telephone Security Passphrase“ nicht angeben muss), die Buchhaltung und allerlei andere Kontaktpersonen und wer von den Personen auf welche Mailingliste kommen soll und welcher Zeitzone wir sind und ausserdem wie diese von UTC abweicht.
(das ist nicht alles, ich stelle verkürzt dar) Und ...
...am Ende... als LETZTE FRAGE auf der LETZTEN SEITE des englischsprachigen Dokuments steht dann die Frage (in englisch):
Spricht das Personal Ihrer Firma englisch ( ) Ja ( ) Nein
Ist das nicht GROSSARTIG?
Nicht immer falsch
Unter bestimmten Umständen ist die Verwendung des Apostroph zur Abtrennung des Genitiv-S erlaubt. Nämlich wenn ohne die Namensform nicht eindeutig ist.
Beispiel:
Andreas Eckkneipe.
Dies kann sowohl bedeuten: Die Eckkneipe von Andrea, also auch die Eckkneipe von Andreas. Im letztern Fall müsste eigentlich
Andreas' Eckkneipe
geschrieben werden (!)
In diesem Fall ist es aktuell erlaubt, daß Andrea ihre Kneipe Andrea's Eckkneipe nennt.
Diese Regelung steht so auch im Duden (allerdings erst seit 1996) und wird allgemein mit „Wieso? Laut Duden ist das Apostroph doch jetzt erlaubt“ fehlzitiert.
Nach wie vor gilt im Deutschen folgende Daumenregel: Das Apostroph ist meistens falsch, es nie zu benutzen ergibt im Zweifel weniger Fehler.
(ich erzähl das nur, damit ihr auffer Studentenparty in diesem Gesprächskreis der sich in der Küche bildet voll auftrumpfen könnt. Übrigens: Überhaupt „falsch“ ist die Apostrophschreibweise beim Genitiv erst seit 1901. Die Diskussion mit über 115 jährigen Studenten ist daher fruchtlos, sie haben’s in der Schule noch anders gelernt)
Verstimmt
Film mit Sitarmusik als Untermalung.
Kommentar:
„Irgendwas ist falsch mit der Gitarre, die ist verstimmt“
(Something is wrong with the guitar, it is out of tune.)
Guter Junge, feines Gehör!
Es geht IMMER noch ein bisschen blöder! Teil 2
Oder eigentlich STUNDEN, denn selbst als ich die Mattenhütte (für euch Nixahner: Matte = Pizza) bereits lange verlassen habe und mit dem Batmobil gehn Heimat rolle, verhindert eine partielle Hirnlähmung, dass ich das Gesehene verarbeiten kann.
Also, ich schildere das einfach mal, ihr dürft euch dann selbst in Bild machen.
Stufe 1
Ein Haufen Girlies im aktuellen 08/15-„ich bin ja sowas von Sexy“-Look turnen vor einer Kamera rum, um ein Musikvideo aufzunehmen. Offenbar irgendeine US-Retorten-Girlie-Band. Das ganze natürlich auf unserem liebsten Zeittöterkanal MTV. Glaube ich zumindest.
Stufe 2
Nee, es sind zwei Haufen Girlies. Die stehen irgendwie in Konkurenz. Ich bekomme das zuerst nicht mit, weil die Frauen-Imitatorinen alle mehr oder weniger gleich aussehen und ausserdem wohl noch zwischendrin die Klamotten wechseln. Es hat hat daher keinen Zweck, sich so Eselsbrücken zu bauen wie: „Die mit dem lächerlichen Schuluniformröckchen“.
Also eine Castingshow.
Stufe 3
Okay, langsam habe ich es. Es handelt sich um zwei Gruppen, die selbst ein Muskvideo nachspielen... äh... drehen müssen. Denn es wird auch gezeigt, wie sie mehr oder weniger selbst am Rechner das Video schneiden. Und offenbar haben sie dazu auch nicht beliebig Zeit. Auf einmal: KATASTROPHE! Bei einem Team stürzt der Computer ab! Alle starren gebannt auf den Bildschirm mit wirren Zeichen. Ich erkenne: Ein Mac. Kernelpanik. Verwendetes Programm iMovie. Okay, kein Thema, Neustart, viel dürfte ja nicht weg sein, da Autosave.
Aber nix: Alle starren lange auf den Bildschirm. „Oh my God. The computer crashed!“ Grossaufnahme wie alles auf den Bildschirm starrt. Einzelinterview mit einer der beteiligten Kleiderständer: „and then OH... MY...GOD! The COMPUTER crashed. I thought: Oh my God! The computer... CRASHED you know!“ Schnitt zurück zur Situation. Immer noch machen alle entsetze Gesichtsausdrücke und sehen auf des Kernels Pudel.
Hier kürze ich die tolle Dramaturgie dieses mitten aus dem Leben gegriffenen Geschehens etwas ab. Es geht einfach munter weiter so, alle dürfen nochmal „oh my god“ sagen und diverse „sexy“ Kleider vorführen und ein bischen rumjammern wie hart das alles ist.
Stufe 4
Obwohl der COMPUTER GECRASHED ist -OH MY GOD!- haben es beide Teams geschafft, das Video ist fertig oder die Zeit um oder der Gaffe alle oder so.
Ich hab ein taubes Gefühl im Mund. Hat das was zu bedeuten?
Auftritt Jury.
Die besteht aus irgendeinem pseudoharten aber schon leicht angealtertem Rockerrebelldarsteller, eine Mischung von Jon Bon Jovi und Axl Rose und einer gehörigen Portion Poserrock. Komplett mit Piratenkopftuch und offenem Hemd und ganz wild zerfransten Jeans. Woaa. Voll cool!
Ich kenn ihn nicht.
Der Typ greift zur Klampfe und singt 45 Sekunden einige Auszüge aus Retortenrockbalade Typ 14b, dazu wird das Video von Gruppe A eingespielt. Sowohl Musik als auch das Video sind billige Kopien tausendmal gehörter und gesehener Sachen.
Dann das Ganze noch mal mit Video von Gruppe B, die „Team Fallen“ heisst. Den Namen werde ich erst Stunden später kapieren. Die Musik ist diesmal die Nachbildung „harten Rocks“ und das Video kommt „total sexy“ rüber, sprich die Deppinen aus „Team Fallen“ haben die kürzeren Röcke an und halten den Hintern in die Kamera wärend sie phantasielos zur Musik „tanzen“.
Stufe 5
Team Fallen hat gewonnen. Jetzt wird erstmal eine Weile rumgebitcht, „How can this be fair“ und so weiter.
Aber nun kommt die überraschende Wendung: Es geht hier nämlich nicht um die Bildung einer Girliegroup oder um die Besetzung der Backgroundtänzer in Rockerrebelldarstellers nächstem Video... nein!
Vielmehr geht’s darum das die „Chefin“ des Gewinnerteams ein Date mir dem schon leicht angequollenem Jon Bon Rose bekommt.
- stechende Kopfschmerzen überfallen mich -
Stufe 6
Es ist offenbar Zeit vergangen, ohne das ich es mitbekommen habe, denn mein Flasche Cola ist leer, die Matte ist kalt. Inzwischen darf die Gewinnerin ihr Glück kommentieren. „Totaly awesom!“ (korrekte Aussprache in etwa „Todely Ossom!“ ) und sie sei ja so „in love“ (verliebt sein = fallen in love... Team FALLEN).
Schnitt: Der Rocker erwartet die Auserkorene. Zur Feier des Tages hat er sich ein helles Piratenkopftuch umgebunden. Es wird alles aufgefahren, was der unerfahrene Möchtegernfrauenflüsterer an Klischetricks auffahren kann. Dezentes Licht., Kerzen, viele Kissen und Schleiervorhänge... obwohl ich mir die Schleiervorhänge eventuell nur Aufgrund der rasenden Kopfschmerzen eingebildet habe. Wenn der das immer so macht, ist auch klar, warum er ne MTV Castingshow braucht, um was zum fi... äh... eine Freundin aufzutreiben.
Ein total tolles Geschenk hat er auch parat: „This is for you...“ Was es ist kann ich nicht erkennen, meine Sehkraft ist aufgrund der blutroten Wolken die mir flimmernd vor den Augen wabern stark eingeschränkt.
Ich kann aber noch erkennen, das sie ihn freiwillig küsst.
Kleine Zwischeneinblendung: Interview mit dem Axl Jovi Imitator. „It’s like we know each other for 900 years“
Ich sehe Stationen meines Lebens vor meinem geistigen Auge. Ich kann mich nicht mehr bewegen.
Eine bleierne Müdigkeit überfällt mich.
In diesem Moment taucht meine holde Maid, die die ganze Zeit mit versteinertem Gesicht in Richtung Fernseher stierte, aus Ihrem Wachkoma wieder auf. Trotz der brutalen Attacke aus der flimmernden Röhre arbeitet ihr Gehirn wie durch ein Wunder noch und irgendwie schafft sie es, uns lebend da raus zu holen. Frauen sind eben letztlich doch härter.
Draussen stellen wir fest, dass wir trotz des Gesehenen noch in Berlin zu sein scheinen.
Uns ist irgendwie sehr sehr kalt, als habe uns der Hauch des Todes gestreift.
Das Batmobil hat Sitzheizung.
Frage
Nur noch mal für mich zur Vergewisserung: Ich dürfte also mit 14 Jahren anfangen, großkalibrige Waffen zu benutzen und dann als 21jähriger Sportschütze mit einem Kofferraum voller halbautomatischer Waffen und 0,4 Promille auf der Autobahn mit 320 km/h vom Schützenfest zum CSU-Parteitag fahren - aber Computerspiele sollen verboten werden?
Dem habe ich nix hinzuzufügen.
Next!
Diesmal: Verbrecher hantieren mit Microwellenwaffen. (Warum wird nicht so richtig klar, aber sie machen es)
Wärend das Grundkonzept im Gegenstatz zu "Willenskontrolle über Funktelefone" und ähnlichem Schwachmatenzeuch wenigstens noch stimmt ("Man kann aus einem Microwellenofen eine Waffe bauen") gehts im weiteren Verlauf darum, das Personen heimlich mit hochfrequenten Feldern, Microwellen und gar radioaktiven Strahlen beaufschlagt werde, um sie krank zu machen. Warum bleibt im Dunklen, aber einige von den Opfern kriegen Krebs, das ist ja wohl Beweis genug.
Aber lest selbst:
Microwellenterror
Die deutsche Microwellenterrorszene scheint sich derzeit auf eine bestimmtes Haus einzuschiessen, dass in einem Kuhdorf namens Kalchreuth liegt.
Da wird aber alles aufgefahren, um die Bewohner zu zerstrahlen, die aber komischerweise nicht wegziehen, sondern vielmehr in heroischen Selbstversuchen z.b. ein Nickerchen halten, während der Ehepartner mit einem GAMMA SCOUT Geigerzähler von Conrad das Geschehen dokumentiert.
Den richtigen Umfang der Geschichte erfasst man aber erst, wenn man sich durchliest, wie perfide die Angreifer die Sendeanlagen für die sinistren Angriffe tarnen:
• Intelligente Sendersysteme, die u.a. in zahlreichen Pflanzen mit grossen Tontöpfen versteckt sind (in denen mühelos Antennen, Batterien und Kondensatoren untergebracht werden) in Garten, Wintergarten, Balkon usw. Biologisch aussergewöhnlich sind die starken gepulsten elektromagnetischen Wellen, die aus den Pflanzen abgestrahlt werden!
• Große Metall-Leitern, die ständig direkt an der Grenze zum Grundstück der Opfer stehen oder liegen ohne irgendeine sichtbare Funktion zu erfüllen.
Fachleute für Antennenbau haben dazu erklärt, dass in großen Metall-Leitern auf einfache Weise Energie (Batterien und/oder Kondensatoren) und Sendeanlagen für Mikrowellen versteckt werden können. Die perfekte Tarnung, man stellt die großen Leitern monatelang direkt an die Hecke (irgandwann muss die ja geschnitten werden) und besendet die Nachbarn versteckt - von der Strasse nicht einsehbar - mit Mikrowellenstrahlung!
• eine künstliche Windmühle, die es in sich hat, dreh- und schwenkbar wie eine Radaranlage
• (Künstliche) Stein- und Felsbrocken im Garten (beachtenswert die Löcher darin zur Abstrahlung und/oder Kühlung)
• Nahegelegene Gartenschuppen und Garagen enthalten Sendeanlagen mit Stromversorgung aus der Steckdose
• Eine höhergelegte Veranda (die Informationen aus dem Konzern dazu sind wirklich beeindruckend!)
• Geparkte PKWs/Van/Motorroller, Pferdetransport-Anhänger (auch in enger unübersichtlicher Kurve) - wenn man Glück hat, sieht man einen strahlend blauen Mercedes vor einem Haus mit interessanten Felsbrocken stehen
• Satelliten-Schüsseln, die zum Sender umgebaut wurden
• Stromspulen als Wasserschlauchtrommeln getarnt
• Manipulierte "Wäschespinne"
Also noch gemeiner geht ja gar nicht! Wäschespinne! Unglaublich, was sich diese Verbrecher einfallen lassen. Und bei den Behörden unternimmt mal wieder keiner was!
Es geht IMMER noch ein bisschen blöder!
Zuerst bekomme ich nicht richtig mit worums geht, aber nach einiger Zeit habe ich den Eindruck, ich habs kapiert:
VIVA strahlt eine Fernsehsendung aus, in der Paris Hilton in Form einer Casting Show eine "beste Freundin" suchen lässt.
Äh...
Ich habe immer mehr das Gefühl, es gibt da eine andere Welt, in der nur Volldeppen rumlaufen.
Gut, dass Paris Hilton keine Freunde hat überrascht ja nicht direkt, höchstens, dass unsere Partyparis das so rausposaunt vielleicht.
Aber in meiner Welt würde sich niemand mit so viel Asche wie Frau Hilton zu sowas hergeben (sondern sich seine Freunde diskret kaufen), kein TV-Sender würde sowas beklopptes produzieren, keiner würde es sich ansehen und VOR ALLEM WÜRDE SICH KEINER ALS KANDIDAT zur Verfügung stellen.
Leutz... wir reden von FRAU HILTON.
Beste Freundin von Frau Hilton...
Freiwillig...
Ich schlage vor, dass in Zukunft als Synonym besonderer Blödheit zu verwerten. Wenn wir ausdrücken wollen das eine Person herausragend bescheuert ist, dann sagen wir ab jetzt: "Die würde sogar an der "Paris Hilton sucht die Beste Freundin" Castingshow teilnehmen."
Nachdem wir ja nun alle wissen, wer Lutz Heilmann ist...
Wenn ich "Die Linke" wäre, würde ich aber recht zügig Abstand nehmen... wenn´s nicht schon zu spät ist.
Ich wusste gar nicht, wie einträglich Zeitungen sein können.
"2006 erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz von 1741 Milliarden Euro."
Ach ja? 1741 MILLIARDEN?
Also mehr als alle deutschen.. was sage ich... mehr als alle europäischen Autobauer ZUSAMMEN?
Mehr als der Staatshaushalt von Deutschland in den Jahren 2002-2008 ZUSAMMEN?
Liest bei Spiegel-Online eigentlich noch mal einer gegen, bevor so Quark rausgehauen wird?
Die Bedrohung Terrorismus
Krieg: ca. 0,4 Millionen (seit 1948, also ohne den zweiten Weltkrieg)
Drogen: ca. 5,4 Millionen (nur Rauchen, ca. weitere 2 Millionen durch Alkohol)
Verkehr: ca. 1,2 Millionen
AIDS: ca. 5,5 Millionen
Hunger: ca. 9 Millionen
Terrorismus: ca. 20 Tausend (davon 13 Tausend im Irak, Zahlen aus 2006, davor weniger)
Und nun noch mal für Deutschland (2000er Jahre):
Krieg: ca. 2 (Soldaten, Söldner im Ausland)
Drogen: (alle) ca. 150.000 (davon ILLEGALE Drogen: ca. 1500)
Verkehr: ca. 5000
AIDS: ca. 650
Esstörungen: ca. 6000
Terrorismus: ca. 3 (Deutsche im Ausland)
Wir sehen: Terrorismus ist eine sehr sehr ernste Bedrohung.
Klar, dagegen muss man SOFORT WAS UNTERNEHMEN!
P.S.:
pro Jahr in Deutschland:
Beim Putzen aus'm Fenster gefallen oder ähnliche Hausunfälle: ca. 7000
Selbstmord: ca. 11000
Mord: ca. 500 (Aufklärungsrate seit Jahren höher als 90%)
Warm Händewascher Teil 2
Ja, auf so Marktbuden.
FLIESSENDES WARMES Wasser.
Auf Marktständen.
Echt.
Übrigens auch dann, wenn die Lebensmittel verpackt sind, also gar nicht in Kontakt mit Händen kommen.
Lustig übriges: Kommt der Standbetreiber aus einer Region, wo das nicht gefordert ist (sondern z.b. zum Händeabwischen Desinfektionstücher ausreichen, die sowieso hygienischer sind) muss er es auf Aachener Märkten auch nicht.
Das hat zu einer gewissen...äh... Wanderbewegung der Standbetreiber geführt: Aachener Markthändler verkaufen jetzt in anderen Städten (oder sind arbeitslos), dafür kommen die Markthändler aus den anderen Städten nach Aachen, wo die Geschäfte wegen schwächerer lokaler Konkurrenz besser gehen als daheim.
Manchmal würde ich die Leute, die sich so was ausdenken gerne mal kennen lernen.
Meistens aber nicht.
Überraschende Neuigkeiten zum Thema Bezinpreis
Experten sicher: Benzinpreis bald bei 1,60
NEIN! Das hätt´ ich nicht gedacht!
Woher die Experten das wieder wissen!
Dabei steht der Benzinpreis je gerade mal bei 1,57 Euro, und das der womöglich noch um 3 Cent steigt, ist ja eigentlich nicht zu erwarten.
Gut, das N-TV aufklärt!
Skuril
Die Beatles?
The Who?
London Symphonic Orchestra?
XOL DOG 400?
BBC Rundfunkorchester?
Massive Attack?
Nö. Allet falsch.
Es war James Last.
Und zwar mit Abstand, nämlich etwa 70 Konzerte.
Ihr könnt sagen was ihr wollt, aber da Grillmasta findet das sehr seltsam.
Kommen wir nun zu den Deppen.
Auch Skuril ist folgender Vorfall, der schon etwas zurück liegt, von dem der Grillmasda aber erst jetzt erfahren hat:
2005 hat die Polizei in den USA ein Schulmädchen in Pittsburg festgenommen, weil sie Nackbilder von sich selbst im Internet verteilt hat, also z.b. in Chatrooms und so. Wärend ich jederzeit unterschreiben würde, dass das vermutlich ein bischen dumm ist, gehts um was anderes. Die Frage ist, wieso konnte die Polizei die überhaupt festnehmen? Ich meine, es ist selbst in den USA nicht verboten, Nackfotos von sich selbst zu verteilen.
Na?
Ganz einfach: Sie ist ja erst 15, also noch ein Kind. Nackfotos von Kindern ist Kinderpornographie! Sie wurde also wegen Besitzes UND Verbreitung von Kinderpornographie angeklagt! IM ERNST! Ich mache keine Witze!
Erinnert an den Fall, wo ein 11-jährige Junge in den USA in Gefängnis kam, weil er seiner dreijährigen Schwestern beim "in den Garten pinklen" geholfen hatte.
Oder wie in den USA Kinder im Kindergarten einen Regenbogen gemalt haben und weil der Regenbogen von den Schwulen als Symbol verwendet wird einige Eltern protestiert hatten. Der Kindergarten hat sich daraufhin entschuldigt und angekündigt, man werde die Anzahl der Buntstifte so reduzieren, dass kein Regenbogen mehr malbar sei.
Und diese Leute haben Atombomben!
Waren wir auch so dumm?
Ca. Fünfzehnjährige zuviel gesoffen, ohnmächtig geworden, vonner Bank gefallen, Fall mit Kopf abgefedert ist los. Liegt jetzt in einer dunklen Masse, die aus dem Mund quillt und die die anwesende Meute von ebenso alten Volldeppen als Blut identifizieren. Mal Puls fühlen, noch okay. Atmung noch anwesend, Bewusstsein nicht. Masse sieht eigentlich nicht wie Blut aus. Im weiteren Verlauf der Gespräche stellt sich raus, das es vermutlich ein Kombination aus Schokoladenkuchen und Wodka ist.
Lecker.
Später kommt der Rettungswagen und einer der anwesenden Volldeppen, geschätztes Alter 16, setzt sich gekonnt in Szene, in dem er ungefragt und ohne Anlass aber hinreichend laut sagt: "Ich will nicht, das meine Name damit in Verbindung gebracht wird."
Nicht, das irgendjemand nach seinem Namen auch nur gefragt hätte.
Seit dem grübele ich: Gibt es eine noch blödere Bemerkung in so einer Situation? Mir fällt keine ein. Wer was noch bescheuertes weiss, mailt mir bitte. Die besten Einfälle prämiere ich mit einmal original Teeniekotze. (Hab ich nämlich quasi noch an den Fingern kleben)
Wissenschaft
Ich hatte als erstes die Seite http://www.wahrheitssuche.org/elf.html offen und wusste zunächst nicht genau, worum es geht.
Die Überschrift und der erste Halbsatz versprechen aber bereits lustige Stunden:
"-- Bewusstseinskontrolle durch Mikrowellen und Mobilfunk --
Als Wissenschaftler, der die Mikrowellenwaffen erforscht, die auf die Bevölkerung angewandt werden…"
Oha.
Ich hatte kürzlich eine längere Diskussion über das Thema Chemtrail (Die NATO oder UNO oder irgendwer vergiftet uns alle mit chemischen Kondenstreifen, die gegen die Klimakastrophe eingesetzt werden... doch!), aber das hier verspricht ja noch lustiger zu werden.
Im weiteren Verlauf des Dokumentes kommt jeder verquaste Quark hoch, der Bestandteil jeder besseren Verschwörungstheorie ist:
"Dokumente der Defence Intelligence Agency (DIA, Spionage-Abteilung der Abwehr)" Elektromagnetische Wellen ,die "Gesundheitsprobleme auslösen können: Blut, kardiovaskuläres System, Zellen, zentrales Nervensystem, Verdauungstrakt, Drüsen, Metabolismus, Zeugung, Sehsystem, innere Tonwahrnehmung."
Jaja, das Gesundheitsproblem Blut und Zellen. Glücklich wer beides nicht hat oder wie?
"Geräte, welche Frequenz und Intensität von Funktelefonen messen, zeigen, dass diese ähnliche Signale produzieren wie Mikrowellenöfen."
Hossa: Microwellenöfen produzieren Signale! Jau. Da werd ich doch gleich mal versuchen rauszufinden, was meine Microwelle mir sagen will.
Vielleicht: "6 Minuten plus 66 Sekunden ergibt 15 Minuten und 36 Sekunden?"
Ich traue es mich ja gar nicht zu sagen aber: die von GSM Funktelefonen benutzen Wellen sind nicht nur "ähnlich" wie die von Microwellenöffen, nein, es SIND Mikrowellen.
"Die Dokumente, die ich besitze, zeigen, dass die Mikrowellen tief in den Körper eindringen…"
Hm. Und ich dachte bisher immer, das Problem ist, das sie NICHT tief eindringen, weswegen der Kram in der Microwelle ja immer aussen heiss und innen kalt ist.
Okay, Soweit ist der Text nicht anders als viele andere, die da drüber schwadronieren, wie gefährlich Funktelefone sind. Meistens haben die Leute recht wenig Ahnung, wovon sie überhaupt reden, und dennoch: Das Funktelefon gefahrlos sind nehme ich auch nicht an. Das ist also ein durchaus diskusionwürdiges Thema, dem etwas mehr Sachlichkeit gut tun würde.
Aber dem Autor geht es hier um mehr, wie ja die Überschrift bereits andeute. Und richtig: Plötzlich steht da:
"Es ist eine Regel der Geheimdienste, etwas im Offenen zu verstecken: die Bevölkerung dahin zu bringen, Mikrowellen-Bewusstseinskontrollwaffen, die ihr Verhalten beeinflussen, unter dem Deckmantel der Mobiltelefone zu akzeptieren, war ein Geniestreich."
(erstmal tief einatmen. Ich muss zugeben: Den kannte ich noch nicht.)
Jeder Satz ein Treffer:
"Mikrowellenwaffen, die Menschen in gestresste, verwirrte, unterwürfige Zombies verwandeln können, werden in den Innenstädten von England eingesetzt."
Bestimmt sind die in den 10.000 von Überwachungskameras eingebaut, die in England überall rumhängen. Und wer hat´s entwickelt? Genau, die Kommunisten.
Aber wie dem auch sei, es hat überhaupt keinen Zweck, hier weiter aus dem Artikel zu zitieren, denn er ist als Ganzes ein wahres Meisterstück. Ich sehe mich nicht in der Lage, dem Artikel selbst noch etwas sinnvolles hinzuzufügen.
Lest bitte selbst.
Das Einzige, was mir fehlt ist die offensichtliche Verbindung zu Atlantis und der Mondlandelüge.
Note to self: Dringend selbst eine Verschwörungstheorie entwickeln und ins Netz stellen um die Verbreitung zu beobachten.
Aber sicher
Zunächst mal: Das Risiko in einem Flugzeug durch einen Terroranschlag zu sterben ist nach wie vor extrem gering.
Mal paar Zahlen gefällig?
Seit 1969 sind weltweit ca. 2000 Menschen durch Sprengstoffexplosionen in Passagierflugzeugen gestorben, Krieg nicht mitgerechnet.
Das ist, mit Verlaub, nicht viel.
Ich will die Zahl nicht verharmlosen, beileibe nicht, aber es hilft eventuell mal die richtige Relation:
Im Strassenverkehr sterben durch Unfälle nur in Deutschland jedes Jahr mehr als doppelt so viele Menschen.
Jedes einzelne Jahr.
Nur in Deutschland.
Na gut, höre ich Leute sagen, aber New York 11.09. Terroranschlag World Trade Center.... das ist doch mal ein ganz anderes Kaliber.
Ist es?
Okay, die Anschläge auf das World Trade Center hat etwa 3000 Leute das Leben gekostet. Also in etwa so viele Leute wie TÄGLICH (!) an Diabetes sterben.
Ja, der nutzlose Tod durch Terroranschläge ist schrecklich. Aber rein statistisch handelt es sich um eine eher vernachlässigbares Risiko.
Selbst wenn man die persönliche Perspektive mit einbezieht, ist die Situation nicht anders: Die Familien der Opfer trauern zu recht. Ihnen ist mit meiner Aussage nicht geholfen. Aber auch nicht den Familien, die Angehörige auf andere "ungerechte" Weise verloren haben mit dem Hinweis, es sei ja wenigstens kein Terroranschalg gewesen, sondern nur Unfall, tödliche Krankheit, oder gar Krieg. Im Krieg im Irak allein sind mindestens 2000 US Amerikaner gestorben. Wenn die USA so weiter machen, gibt es bald mehr Familien die um Tote trauern, die durch den "Kampf gegen den Terrorismus" gestorben sind als solche die um Tote DURCH den Terrorismus trauern müssen. Von den ca. 30.000 Toten unter der irakischen Zivilbevölkerung ganz zu schweigen. Aber darum soll´s hier gar nicht gehen. Sondern nur um den Fakt, das jeder jemanden persönlich kennt, der zu früh an Krebs oder Aids oder einem Autounfall oder IRGENDWAS "unnatürlichem" gestorben ist, obwohl er noch nicht "dran" war.
Jeder, oder?
Aber wie viele kennen jemanden, der durch einen Terroranschlag umgekommen ist. Persönlich? Sehr sehr... sehr... wirklich sehr sehr wenige. Und wenn´s um Flugzeuge alleine geht, sind´s noch mal viel viel weniger.
Trotzdem wurde zwischen 2001 und 2005 ca. 15 Milliarden $ für Flughafenkontrollen ausgegeben... allein in den USA. Weltweit werden derzeit mal eben 5,6 Milliarden $ pro Jahr verblasen, um eine eher sehr kleines Risiko zu minimieren.
Ich habe damit zwei Probleme:
1. Das selbe Geld könnte an anderer Stelle wesentlich mehr bewegen, wenn es z.b. um eine ganz brutale "Geld gegen Menschenleben" Rechnung ginge. Die selbe Summe z.b. in Medikamente in Afrika investiert... unglaublich was da bei raus käme. Nun gut, das sind eben Leute in Afrika. Nicht in den USA oder in Westeuropa. So traurig das ist, aber ob jemand in Afrika stirbt ist uns letztlich ja egal, stimmts? Aber so weit müssen wir ja gar nicht gehen, um diese Diskussion gar nicht erst anzufangen. Die selbe Summe in die Diabetesforschung gesteckt oder in die Krebsforschung... auch da könnten wesentlich bessere Hebel erzielt werden, als zu verhindern, das pro Jahr eventuell ein Flugzeug mit 300 Personen gesprengt wird. Wir reden von 5,6 Milliarden US$ pro Jahr. Glauben wir nicht, daß die Krebsforschung damit recht weit käme? Weiter als 300 Personen?
Wenn es so sinnlos und grausam ist, daß z.b. die Lockerbie Opfer sterben mussten (und nicht, daß wir uns missverstehen: Das war sinnlos und grausam), ist es dann nicht noch viel sinnloser und grausamer, all die Leute an Krebs sterben zu lassen, nur weil man anstatt zu forschen das notwendige Geld zur "Rettung" von 300 Fluggästen ausgibt, die vielleicht gestorben wären, wenn man es nicht getan hätte? Im Gegensatz zu den Krebspatienten können die Fluggäste ihr Problem ja einfachst selbst lösen, indem sie nicht fliegen. Das tun sie aber nicht, weil sie zu Recht den Terrorismus nicht als sehr wahrscheinliche Gefahr für ihr Leben aufassen.
2. Das Geld hilft nicht mal. Ich will aus meinem eigenen Erfahrungsbereich einige Beispiele bringen. Nun gut, ich muss also immer meine Schuhe ausziehen und meinen Gürtel aufmachen oder gar rausnehmen. Warum eigentlich? Weil ich im Gürtel WAS GENAU versteckt habe? Ein Faltschwert? Manche der "Sicherheitsmaßnahmen" erschliessen sich mir nicht. Neulich hatte ich nur Handgepäck dabei und da war natürlich - Mist, vergessen - eine Deo und Rasierwasser dabei. Ob ich das wegwerfen wolle. Nein, wollte ich nicht. Okay, dann müsse ich an einem Automaten für 50 Cent Plastiktüten ziehen. Hab ich gemacht. Komme mit den Tüten zurück und überlege nun die ganze Zeit, was die Sicherheitsleute mit meinem Flüssigkeiten und den Plastiktüten wohl machen werden. Zu meiner äussersten Verblüffung musste ich das Deospray in die ein Tüte packen und das Rasierwasser in die andere.
"Und nun?" fragte ich nachdem ich das gemacht hatte.
"Jetzt können Sie das wieder einpacken" war die Antwort.
"Wie..." entfuhr es mir ungläubig "Das ist alles? Jetzt ist das sicher, weil das in kleinen Plastiktüten ist?"
"Ja" war die Antwort. Das Sicherheitspersonal hatte dabei ganz deutlich den "Wir haben uns die Kacke nicht ausgedacht" Gesichtsausdruck.
Ich habe also die beiden Sachen, im Gegensatz zu vorher in Plastiktüten gesichert wieder in meinen Handkoffer getan... fertig.
Es hat noch 2 Minuten gedauert, bis ich die Schuhe wieder anziehen konnte, weil ich auf einmal einen Lachkrampf bekam.
Ich überlege nun: Mal angenommen, im Deo des Terroristen sei nun Nitro und im Rasierwasser Glitzerin... wie genau hindert ihn die Plastiktüte nun, das Zeug im Flugzeug zu vermischen? (jaja, ich weiss, daß das so nicht geht... ist nur mal eine prinzipielle Frage.)
Das sind also die Sicherheitsmassnahmen die man für 5,6 Milliarden pro Jahr bekommt?
Zu Rechtfertigung führt die amerikanische Transportation Security Administration (TSA) z.b. aus, daß durch die Sicherheitsmaßnahmen 13 Millionen verbotene Gegenstände entdeckt worden seien. Klingt gut. Bis man bemerkt, das von "verbotenen" und nicht etwa von "gefährlichen" Gegenständen die Rede ist. Also, was sind eigentlich diese verbotenen Gegenstände? Im vorliegenden Fall überwiegend ...
Feuerzeuge.
Es wurden also 5,6 Milliarden ausgegeben um den Flugpassagieren ihre Feuerzeuge wegzunehmen?
Na, das hat sich aber gelohnt.
Ich denke es kann - unabhängig davon, was man mit einem Feuerzeug genau tun muss, um ein Flugzeug zum Absturz zu bringen (drohen die Haar des Kapitäns anzuzünden eventuell und der fliegt dann lieber das Dingen in den Boden?) - als gegeben angenommen werden kann, dass die Feuerzeuge einsammeln exakt NULL Sicherheitsgewinn gebracht hat; einfach weil es ebenso klar ist (glaub zumindest ich), daß die Feuerzeugträger ALLE mit ihrem Feuerzeug das Flugzeug auch wieder verlassen hätten, ohne damit was zu anderes zu machen als schlimmstenfalls verbotenerweise ein Zigarette anzünden. Früher, als Rauchen in Flugzeugen noch erlaubt war, durfte ich selber beobachten, daß rauchen nicht zu Flugzeugabstürzen geführt hat. Obwohl: ich als Nichtraucher habe mich oft genug durchaus terrorisiert gefühlt durch die Raucher... na gut, das ist ein anderes Thema.
Also: Eingesammelt werden Feuerzeuge und Nagelscheren. Himmel. NAGELSCHEREN. Ja, klar, wenn man determiniert ist, kann man mit Nagelscheren jemand umbringen. Aber der trainierte Terrorist braucht dazu doch keine Nagelschere. Oder schneidet er damit heimlich wichtige Leitungen im Flugzeug durch?
Anderes Beispiel: Erst vor kurzem ist mir aufgefallen, das ich JEDEN einzelnen Flug dieses Jahr versehentlich schwer bewaffnet unterwegs war: Einerseits habe ich immer so ein Kreditkartentool dabei, also eine 3 Millimeter dicke Stahlplatte in Kreditkartenformat, die neben Flaschenöffner, und diversen Aussparungen als Notschraubenschlüssel unter anderem auch zwei recht scharfe Messerkanten hat, eine sogar in Form einer kleinen Säge. Andererseits führe ich immer eine Phasenprüfer in meiner Jacke mit. Also letztlich einen Schraubenzieher! Im Vergleich zur Eignung eines Schraubenziehers als Dolchersatz ist eine Nagelschere doch Kinderkram. Hat mir keiner abgenommen. Ist alles jedes mal durch den Scanner gelaufen, NICHTS. Schraubenzieher sind übrigens "verbotene" Gegenstände. Bin ich immer mit ins Flugzeug geklettert. War keine Absicht, ich habe den Kram eben einfach vergessen, ich habe das Zeug immer dabei, wie auch einen Kuli und einen Füllhalter.
Wenn man mir das nun abgenommen hätte, wäre die Sicherheit im Flugzeug dann gestiegen? Nein, keinen Deut natürlich, denn ich bin nun mal kein Terrorist und von mit geht als Bedrohung höchstens aus, das ich nicht mehr ganz höflich bin, wenn mir der Nachbar im Flugzeug auf die Hose kotzt (ist mir mal passiert).
Die Aussage, man habe xy Millionen verbotene Gegenstände eingesammelt ist also alleine sinnlos. Wichtig ist doch nur, von wie vielen eine tatsächliche Gefahr ausging. Wie viele dieser "Gegenstände" hat man also Terroristen abgenommen? Das wäre mal eine Aussage. Die ist natürlich letztlich nicht zu treffen. Ich wage aber mal die Vermutung, das es nicht sehr viele waren. Sagen wir mal: Drei.
Und die drei wollten mit der Nagelschere am Hals eine Stewardess den Kapitän erpressen, irgendwo gegen zu fliegen, oder wie?
"Isch schlitz die auf, isch schwöre"
Als man ihnen die Nagelschere abgenommen hat, haben sie sich im Flugzeug vor lauter Frust einen angetrunken und daher nicht bemerkt, das die Messer, die mit dem Flugzeugessen kommen, dafür sowieso viel besser geeignet wären? Muss ich mir das so vorstellen?
Für so was werden also Milliarden ausgegeben, während der "echte" Terrorist sich in der Ukraine oder dem Lütticher Flohmarkt ne Panzerfaust aus Restbeständen des zweiten Weltkriegs besorg, sich damit in Tegel in der Nähe der Landebahn postiert und einen Jumbojet abschiesst, der voll mit Leute ohne Feuerzeug und Nagelscheren ist. Oder er machts so wie die beiden rumänischen Journalisten, die kürzlich im Rahmen einer Recherche zum Thema Sicherheit ungehindert als Arbeiter verkleidet durch den Lieferanteneingang auf einen Flughafen gefahren sind und mit Klebeband Handgranatenattrappen an Flugzeugen befestigen konnten.
Das ist genau der selbe Scheiss, wie wir gerade für ebenfalls heftiges Geld die Vorratsdatenspeicherung einführen, die e-Mailverkehr und Verbindungsdaten von Funktelefonen und Festnetzanschlüssen für 6 Monate speichert, wärend der Terrorist zu einem Münzfernsprecher geht oder mal eben ein Handy klaut.
Und wenn das auch nicht hilft, liest er eben irgendeinen Agentroman und lernt da, wie man trotzdem anonym kommuniziert.
Mal ganz abgesehen von den bürgerrechtlichen Bedenken stehen hier auch Kosten und Nutzen in keinem Verhältniss: Nach einem vom deutschen Justiziministerium beauftragten Gutachten des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Strafrecht, gehen derzeit nur circa zwei Prozent der behördlichen Abfragen von Verbindungsdaten deswegen ins Leere, weil die Daten schon gelöscht wurden. (da das Gutachten nicht ganz das gewünschte Ergebnis hatte, wurde das Papier erstmal weggelegt.)
Für diese 2 Prozent werden nun mindestens zig Millionen ausgegeben? Wohl kaum. Aber wofür dann?
Das ist das wahre Problem mit Terrorismus: Nicht, daß Menschen sterben, sondern daß irgendwelche Leute sich irgendwelchen Quark ausdenken. Ahnung haben sie keine, aber Ideen viele.
"Wir könnte ja mal... äh... von allen Bundesbürgern die Fingerabdrücke nehmen und die auf dem Pass speichern, das wird bestimmt irgendwie helfen gegen den Terror. Seit dem wir das bei den Kriminellen machen, gibts ja auch keine Verbrechen mehr. Die Spanier haben das ja auch und da gibts ja auch keine Terroransch....äh... blödes Beispiel, egal wir machen´s trotzdem. Und wir stellen überall Kameras auf, das machen die Engländer auch und die haben ja auch keine Ansch...äh... blödes Beispiel... aber wir machens trotzdem.
Und Rasierwasser, das stecken wir in Plastktüten, dann kann´s nicht mehr explodieren."
Wenn das Max-Planck-Institut oder sonst jemand ihnen sagt, das die Idee blöd ist oder eher wenig hilft, wird mal rasch weggehört und ungehindert von störender Sachkenntnis irgendwelcher Aktivismus gezeigt, der im besten Falle sehr teuer, sehr nutzlos und lächerlich ist, zunehmend aber sehr teuer, sehr nutzlos und dafür freiheitsbeschneidend. Die Folgen DAVON wiegen schwerer als die direkten Folgen des Terrorismus.
Zugegeben, die Erkenntnis ist nicht neu. Noch dramatischer wird sie aber, wenn man das Bedrohungspotential richtig einschätzt.
Mal abgesehen von der ganzen Diskussion um die Ursachen des Terrorismus und welche Wege sich da auftun, ihm wesentlich sinnvoller zu begegnen, ist es schon erhellend, sich vor Augen zu führen, daß eine konkrete Bedrohung über das normale Lebensrisiko hinaus praktisch nicht besteht.
Zumindest Schäuble sei eine andere Wahrnehmung verziehen, er ist immerhin Opfer eines Anschlages gewesen und sitzt jetzt im Rollstuhl. Aber im Grunde bedeutet das schlicht, das er in der heutigen Zeit für den Job des Innenministers nicht geeignet ist: Er ist quasi befangen.
Nun gut: all der Quatsch schafft irgendwelche Arbeit. Sie ist zwar nicht sinnvoller als Harken des Mittelstreifens der Autobahn oder andere ABM Jobs, aber haben den Vorteil, das es zunächst mal so aussieht, als würden sie irgendwelche Sicherheitsprobleme lösen. Und während in Wirklichkeit vielleicht 200 Menschen pro Jahr durch solchen Kram gerettet werden, und gleichzeitig die Leute wie die Fliegen beim Putzen ihrer Wohnung abkratzen (1999 in Deutschland 5600 Menschen beim putzen, kochen, heimwerken tödlich verunfallt), wird den Leuten die in der Sicherheitsbranche tätig sind vorgegaukelt, sie täten einen für die Gesellschaft nützlichen, ja notwenigen Job.
Und diese ermutigende und selbstwertsteigernde Gewissheit ist doch auch Geld wert, oder?
So gesehen sollte ich in Zukunft unbedingt vermeiden zu lachen, wenn das Sicherheitspersonal am Flughafen mich mein Deo in Plastiksäckchen packen lässt.
(oben erwähnte Zahlen teilweise aus dem Artikel "Did you pack your bags yourself?" aus der aktuellen Ausgabe des British Medical Journal)
Ach ja: Frohe Weihnachten!
P.S.:
Auf dem Blog Holy Fruit Salad gibts ein paar ganz interessante Anmerkungen zu diesem Artikel:
"... die Frage ist immer nur, wer die Terroristen sind..."
USA 1
1. Es gibt noch immer eine Menge Leute, die glauben MEHRMALS auf den selben Knopf drücken mache Fahrstühle schneller.
2. Japaner fummeln gerne an den "Tür schliessen" Köpfen rum, um das letzte raus zu holen.
1. ist ja nun nichts neues, erstaunlich nur, wie selbst Besucher eines doch recht technikafinen Meetings (30th ICANN Meeting) sich da in nichts von Else Kaluschke unterscheiden. Drücken auf den Knopf zum Aufzug holen, der leuchtet auch, aber der Aufzug kommt nach 30 Sekunden nicht. Dann wird NOCHMAL drauf gedrückt. Mehrere Leute drücken auch MEHRMALS drauf. Aha.
2. Ist interessanter: Wenn alle im Fahrstuhl sind und jeder gedrückt hat wo er hin will, dann dauert´s ja noch 2-3 Sekunden, bis die Tür zugeht. Die wartet der gemeine Ami gerne ab und auch sonst jeder den ich beobachtet habe (incl. mir selbst). NUR Japaner nicht. Die drücken auf den Knopf zum Schliessen der Tür des Fahrstuhls, um diese 2-3 Sekunden zu verkürzen. Dabei ist es egal, ob es männliche japanische Kongressteilnehmer verschiedenen Alters sind, oder weibliche kichernde Teenager, es wird der Knopf gedrückt. Auch wenn zwischendurch einer aussteigt: sobald die Person den Aufzug so gerade verlassen hat ZACK japanische Finger am Tür-schliessen Knopf.
Hm. Gibt´s da einen ganz einfachen Grund, Z.B. ist die Sicherheitsspanne bis die Tür von alleine schliesst in Japan 30 Sekunden lang? Spielen die Japaner einfach nur gerne an jedem irgendwie "elektrischen" Zeug rum und holen alles raus was drin ist? (Das würde so manche seltsame Funktion von Uhren und Videorecorder erklären). Drücken sie den Knopf also nur, weil er da ist und ein Funktion hat? Oder ist die japanische Kultur inzwischen so hektisch, dass 2 Sekunden tatsächlich zählen?
Würde ich echt gerne wissen.
Guten Tag!
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Den guten Tag mein teuerer Freund!
Wie das Leben? Ich werde zur Bekanntschaft zu Ihnen glucklich sein... Zu Mir es sehr
Gut Ihre Seite auf dem Grundstuck. Ich wollte Sie wissen es ist besser!
Ich denke zu uns, wird bequem sein, wenn wir uns durch die elektronische Post umgehen werden,
Ich kann Ihnen die neuen Fotografien schicken, und, grosser uber mich sagen ist unmittelbar.
Sie konnen mir zur Adresse schreiben: anghelazeka@gmail.com
Wahrscheinlich, im Laufe des Anfanges werde ich uber mich unmittelbar sagen:
Meinen Titel Anghela. Zu mir 28 Jahre. Das, was ich einen guten Charakter, und mit mir es habe
Sehr interessant. Ich hoffe zu Ihnen, soll wie, sich mit interessant zu entwickeln
Ich unsere Bekanntschaft!!!
Ich suche die zweite Halfte des Lebens, die sicheren und starken Beziehungen aufzubauen
Es ist jeder Tag unsere Herze waren naher, unsere Gefuhle wurden starker. Ich wei?,
Es ist in dieser gro?en Welt irgendwo das Herz, das ich wahnsinnig mogen wird,
Sorgen Sie sich und schutzen Sie mich! Ebenso, wie eine beliebige Frau, ich die sichere Unterstutzung und die Unterstutzung im Menschen des Menschen suche. Der Mensch, den im Zustand gern zu haben und zu fuhlen, respektiert mit der Frau, es ist fur mich notwendig.
Aber, ich verstehe, dass Sie als mich, aber es nur das gro?e Plus fur uns mehr alterer seid. Tatsachlich der Mensch, der wei?, dass solches Leben, das das Ziel und die Lagen hat - der sicherste und wahrhafte Mensch! Was Sie in diesem Fall denken? Ich die Hoffnung habe die richtige Auswahl gemacht...
Ich denke zu uns, wird bequem sein, wenn wir uns durch die elektronische Post umgehen werden, ich kann Ihnen die neuen Fotografien schicken, und, grosser uber mich sagen ist unmittelbar.
Ich wunsche Ihnen den guten Abend und die angenehmste gute Nacht!
Den starkesten und leidenschaftlichen Kuss!
Ihr Freund Anghela.
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Aha.
Wusste ich.
Die Studie ging so: 44 Leute die sich selber als "Elektrosensible" einstufen und angaben, unter elektromagnetischen Feldern zu leiden sowie 114 Personen in einer Kontrollgruppe wurden 3 Jahre lang der "Wirkung" einer Mobilfunkantennenanlage ausgesetzt.
Die Antwort: Ja, Elektrosensible leiden (im Gegensatz zu den Personen der Kontrollgruppe).
Allerdings nicht in Abhängigkeit davon, ob die Antenne überhaupt in Betrieb war. Entscheidend war nur, dass man Ihnen SAGTE die Antenne sei in Betrieb. Ein Korrealtion der Beschwerden mit dem tatsächlichen Betrieb der Antenne konnte nicht festgestellt werden.
Man kann solche Leute also damit krank machen, dass man eine Antennenattrappe aufstellt. Vielleicht reicht schon ein Besenstiel mit Silberfolien umwickelt und ein bißchen Lametta dran. Dann noch ein Schild dran mit der Aufschrift "geheimes Militärprojekt: Dark Matter Gighertz Hochenergie Strahler 234 Z-delta, nicht berühren" und ab geht die Luzi!
Eigentlich ne Gute Idee für eine psychologische Kriegsführung.
Andersrum: Um tatsächliche Sendemasten eine Weihnachtsbaumattrappe bauen oder so was und schon ist das Problem gelöst.
Nächste Woche: Ich und mein Pendel.
P.S.: Bevor jetzt alle Technikfreaks frohlocken: die Studie sagt natürlich nix zu der Wirkung einer Langzeitbelastung aus. Und da wäre nicht mal ich zu optimistisch...
(P.P.S.: diesen Eintrag habe ich 2007 verfasst. Jetzt ist es 2009 und vor kurzem habe ich mitbekommen, das Mobilfunkanlagen heutzutage gerne mit Schornsteinattrappen verdeckt werden.)
Volldeppen at Work Teil 2
Mutter einer Bekannten gestorben. Bekannte auf Hartz IV. Kann also Beerdigungskosten nicht zahlen, muss auch Erbe ausschlagen, da Mutter vermutlich letztlich nichts hinterlässt und daher eher das Risiko besteht, das noch Kosten auf meine Bekannte zukommen.
Das Sozialamt übernimmt glücklicherweise Teile der Beerdigungskosten (nicht freiwillig natürlich, ist gesetzlich so vorgesehen).
Beerdigung durchgeführt.
7 Monate danach meldet sich das Beerdigungsinstitut. Wo denn das Geld bleibt. (naja, das ist bereits eine verkürzte Darstellung, in Wirklichkeit hat das Beerdigungsinstitut trotz anliegender Telefonnummer ohne weitere Vorwarnung oder Nachfrage ein Inkassounternehmen beauftragt.)
Meine Bekannte, die IHREN Anteil längst bezahlt hat also zum Sozialamt mit den Schreiben des Inkassounternehmens. Nachgefragt was mit dem Geld ist. Sozialamt: "Äh tja, äh, die Zahlung ist noch nicht raus… äh… (wir erinnern uns: mehr als ein halbes Jahr später!). Aber wir überweisen jetzt sofort!
Kaum zu glauben, das Sozialamt hat dann auch tatsächlich überwiesen!
So und JETZT kommt die Rätselfrage:
WOHIN HAT DAS SOZIALAMT ÜBERWIESEN?
1. Auf das Konto des Beerdigungsinstitut.
2. Auf das Konto des Inkassounternehmens.
3. Auf das Konto meiner Bekannten, auf das sie die ausstehende Summe selbst begleicht.
4. Auf das Konto der seit nunmehr 8 Monaten toten Mutter, auf das niemand mehr Zugriff hat.
Naaaa?
Richtig.
4.
Ich finde es generell ne super Idee, Beihilfen zu Beerdigungskosten auf das Konto der Verstorbenen zu überweisen.
Da gibt's dann einfach keinerlei Zweifel an der abgrundtiefen und geradezu absurden Dummheit der deutschen Bürokratie.
Im Falle, dass das Erbe ausgeschlagen wurde und die Nachkommen somit keine Kontovollmachten mehr haben ist's natürlich eine noch gröbere Dummheit und ein prima Beweis, das selbst der absurdeste Schwachsinn noch steigerungsfähig ist.
Erfreut euch an E-mail, so lange es noch geht
Aber welches Ende?
Keine neue Theorie und auch nicht meine: Das Mailsystem so wie wir es kennen klappt demnächst zusammen. "Demnächst" ist vielleicht schon in 2-3 Jahren.
Warum?
Im Hintergrund, ohne dass der gemeine Nutzer sich die Ausmasse vorstellen kann, tobt ein Krieg zwischen ISPs und Spamern, der nicht zu gewinnen ist. Vor allem nicht für den Endnutzer oder die ISPs. Als "Kolateralschaden" wird E-Mail über die Klinge springen.
Eine unangenhem Eigenschaft von Spam ist, daß erfolgreiche Filterung das Aufkommen von Spam ERHÖHT, da der Spamer immer mehr Mails senden muss, um noch zum Endkunden durchzudringen.
Ausserdem befinden wir uns in einer Rüstungsspirale dergestalt, daß es immer aufwendiger wird Spam sicher zu erkennen. Je mehr ISPs erfolgreich filtern, desdo mehr wird der Spamer sich anstrengen, intelligente Lösungen zu finden, denen der ISP nur mit noch mehr technischem Aufwand (und also auch Rechenleistung und also auch mehr Geld) begegnen kann.
Derzeit liegen wir mitunter bereits bei einem Ratio von über 98,irgendwas zu 1. D.H. von 100 Mails die durchs Internet wandern, ist nur EINE kein Spam!
(in der Presse wird oft noch von "80% Spam" geredet. Doch diese Zahlen sind vom letzten Jahr und aktuell absolut nicht mehr zutreffend). Der Kunde merkt dass nicht sofort, weil bereits beim ISP gefiltert wird, was das Zeuch hält. Daher sieht ein normaler Nutzer ohne eigene Massnahmen oft "nur" ein Ratio von z.b. 30:1; das allein ist schon schlimm genug.
Ich erwarte, das sich das Ratio in den nächsten 12 Monaten auf irgendwas wie 99,9irgendwas zu 1 erhöht, was ja nicht nur ein BISCHEN mehr ist, sondern eine VERZEHNFACHUNG des Spamaufkommens darstellt.
Angenommen z.b. die Filter eines ISPs zusammen mit was immer der Kunde lokal an Filtersoftware installiert hat sieben in 12 Monaten anstatt jetzt (fiktiv) 90% aller Spams dann 99% aller Spams, dann bedeutet dies ja nicht, das der Kunde weniger Spams bekommt (wie viele irrtümlich glauben), sondern vielmehr, das der Spamversender mehr Spams senden muss, um zum Kunden durch zu dringen... und dies natürlich auch tun wird!
Beispielrechnung:
Ein Spamer versendet 1 Million Mails und erreicht bei einer Filtersituation zum Zeitpunkt X damit 10.000 Kunden. Wenn die Provider nun die Wirksamkeit Ihrer Filter verzehnfachen (können), dann erhalten nur noch 1000 Personen das Spam. Der Spamer wird nicht nach versendeten Mails, sondern nach Response bezahlt. Er muss also um an sein Geld zu kommen die Menge der versendeten Mails auf 10 Millionen anheben, um den selben Response zu bekommen. Der Kunde merkt davon nichts. Er kriegt genau so viele Spams wie vorher. Nur der Aufwand auf beiden Seiten hat sich verzehnfacht, die Erhöhung der Wirksmakeit der Filter hat dazu geführt das die Mailserver jetzt 10x mehr Mails verarbeiten müssen, also 10x mehr Resourcen benötigt UND NOCHMAL mehr Resourcen benötigt, weil Filtern(z.B. von Bilderspam) NOCH aufwändiger ist.
Der Spamer sitzt natürlich am längeren Hebel: Es ist für ihn einfacher und billiger seine Mengen zu steigern, ebenso ist es für ihn einfacher Spams zu ersinnen die schwer filterbar sind, als für ISPs Filter zu bauen die das dann doch können. Die aktuelle Multilayer Bilderspams sind sicher ingeniös gemacht. Aber das Prinzip ist so schwer zu ersinnen nicht, das hat vermutlich eine technisch versierter Spammer an einem Nachmittag gemacht. Die Gegenmassnahme hingegene beschäftigt Universitäten im Zuge von Forschungsprojekten.
Dies hat zur Folge, das die Kosten je "echter" Mail und der Filterung von Spam stark ansteigen. Momentan sind wie da noch in Phasen der Verdoppelung je Jahr (nur als Grössenordnung). Es mehren sich jedoch die Anzeichen, das wir bald in den Bereich der Steigerungen um GRÖSSENORDNUNG kommen, mithin um eine Verzehnfachung des Aufwandes pro Jahr. Dies hat natürlich zunächst mal Kostenaspekte. Es gibt also vordergründig zumindest das Risiko, das im Laufe der nächsten 1-3 Jahre die Kosten für das Mailsystem drastisch ansteigen. Diese Kosten werden zunächst mal an die Kunden weitergegben.... bis die ersten Provider nicht mehr mithalten können. Das hat dann die Folge, das kleiner Provider stark benachteiligt sind, nur grosse Massenhoster werden es sich noch leisten können, Ihre Mailsyste ein wenig länger zu härten.
Es wird aber der Punkt kommen, wo auch die Grössten nicht mehr in der Lage sein werden, ihre Resourcen beliebig zu steigern, selbst angenommen, sie würden das Geld selbst drucken; dies allein schon rein deswegen, weil man irgendwann an technische Grenzen stösst.
Das kann 2 Effekte haben:
1. Es wird zu einem Durchschlagen des Spams kommen, d.h. der Nutzer bekommt recht "plötzlich" sehr viel mehr Spam als bisher, sein Ratio wird sehr schnell bis zur Unbrauchbarkeit ansteigen. Als Beispiel (keine fiktiven Zahlen): Ich bekomme jede Woche ca 10.000 Mails, wovon ca. 9000 als Spam (in mehrern Stufen) gefiltert werden. Dennoch sind von den Mails die ich bekomme nochmals ca. 30% Spam. Tatsächlich echte Mails bekomme ich also nur ca. 700 in der Woche oder 100 Pro Tag.
Die Menge der bei meinen Accounts einkommende Spam steigt derzeit jeden Woche um ca. 100.
D.H. in 12 Monaten werde ich ca. 15000 Mails je Woche bekommen. Wenn unser Mailsystem irgendwann nicht mehr in der Lage ist neuere Spams zu filtern, weil wir nicht mehr das Geld oder die Zeit oder die Rechenleistung haben, unsere Filter nachzuführen, dann schlagen die Spammails ab dem Zeitpunkt zu mir durch. Angenommen dieser Zeitpunkt liegt in 6 Monaten. Dann bekomme ich zunächst anstatt bisher 100 echte Mails pro Tag und 30 Spams nach nur einer Woche schon ca. 100 echte Mails und 45 Spams je Tag. Das klingt nicht so viel. Aber nach 6 Monaten sieht die Sache dann so aus: Unser Mailsystem filtert dann für mich bereits 12000 Mails je Woche aus. Trotzdem schlagen 6000 Mails je Woche durch. d.h ich bekomme 100 Mails je Tag die "echt sind" aber 850 die Spam sind und von den Filtern nicht mehr erkannt wurden!
Spätestens ab da ist das Mailsystem für mich unbrauchbar geworden...
und das scheinbar ohne Vorwarnung innerhalb von höchstens 6 Monaten.
2. Es wird früher oder später auch der Effekt kommen, das die Mailsysteme ob der reinen Menge der Mails langsam werden. Selbst wenn wir alle Mails adequat behandeln (also z.b. filtern) sind wir in der Situation, dafür rein physikalisch an Grenzen zu stossen, etwa wegen der maximal gleichzietig offnen Connections, der Geschwindigkeit von Plattensubsytemen oder dergleichen. Die Auslieferung von legitimen Mails wird sich dann sehr schnell von jetzt Sekunden in Minuten und dann Stunden und dann TAGEN verzögern. Spätestens ab da ist das Mailsystem unbrauchbar.
Es ist also so, das die Tendenz der Spamer (als Reaktion auf filtern)
A) die Qualität des Spams zu erhöhen (im Sinne von schwerer Filterbar)
in Kombination mit
B) die blanke Menge der Mails zu erhöhen
zu entweder dem einen oder anderen der obigen Effekte führt, vermutlich aber zu einer Kombination BEIDER Effekt.
Am Ende werden wir auf Mails 3-4 Tage warten UND sie werden von zehn oder hundert mal mehr durchgeschlagenen Spams begleitet.
Dies wird dann das Mailsystem nicht nur für Einzelpersonen sonder INSGESAMT unbrauchbar machen. Ich erwarte, das diese Entwicklung in den nächsten 3-4 Jahren eintreffen wird.
Wie oben dargelegt wird das vermeintlich sehr plötzlich kommen. Innerhalb von 3-6 Monaten wird das Mailsystem buchstäblich zusammenbrechen
Beide Effekte können überigens jetzt bereits beobachtet werden. Jeder kennt
1. den Effekt, das er auf einmal sehr viel mehr Spam bekommt als noch vor einem Monat. Kennzeichned ist, dass der Spam nicht langsam ansteigt, sonder recht plötzlich (oft von einem Tag auf den nächsten) viel mehr Spam kommt.
Diese Menge nimmt dannach für gewöhnlich nie mehr ab. (bei mir sind es derzeit die Pennystock Aktienkaufempfehlungen, von denen ich bis zu 20 pro Tag bekomme. Diese Sache ist vor ca. 6 Wochen erstmals aufgetaucht und lässt sich wegen cleverer Komposition der Mails kaum fassen)
2. Mails plötzlich ohne erkennbaren Grund Stunden oder Tage unterwegs sind (wir erinnern uns an die entsprechenden Fastausfälle bei mehren bekannten Massenhostern, zuletzt hats vor einigen Monaten 1&1 erwischt.) Das belegt, das es bereits jetzt auch für grosse Provider schwierig ist, Reserven bereit zu halten.
Wie viele ähnlich geartete Entwicklungen (Klimawandel, Energieverbrauch, Bevolkerumswachstum) bemerkt dies keiner. Im Hintergrund baut sich eine exponentielle Kuve auf. Bis die Effekte durchschlagen und so für alle sichtbar werden, kann man sich über die Auswierkungen leicht hinwegtäuschen.
Wenn der fragliche Effekt dann eintritt ist es zu spät.
Bleibt der Trost, das der Zusammenbruch des Mailsystems sicher weniger weh tut als die andern von mir genannten ähnlich gearteten Entwicklungen.
Zivte
Ich hab zwar ab und an meine Probleme mit den Leuten im Köpi gehabt, aber zu Demo geh ich trotzdem hin, will meine Solidarität kundtun.
Dort erklären mir bekiffte Berufslooser, ich sei ja bestimmt ne Zivte und totaaal unaufällig und so.
Auf meine Frage woran er das erkannt habe betont ein besonders lässig wirkend wollender Idiot, er habe das daran erkannt, das ich so nervös sei. Klar ich habe gerade besonders nervös ne Currywurst mit Fritten (ich kann mich an das Berliner "Pommes" nicht gewöhnen) eingepresst. Er aber besteht darauf "einen haben wir schon! Jetzt geh nur mal zu deinen Kollegen, damit wir wissen wer hier noch Spitzel ist." Ich wage es gar nicht, einen von den Leuten anzusprechen, die ich kenne, nachher werden die vom lässigen Kifferlooser auch noch als Spitzel verunglimpft.
Im weiteren Verlauf der Demo pasiert mir ähnliches noch vier mal.
Das ist ja nun eine besonders perfide Methode der Polizei: Jetzt halten die mich schon von Demos ab, indem sie Zivilpolizisten die so ähnlich aussehen wie ich -sich aber erkennen lassen- auf Demos senden, auf dass ich bei späteren Demos verwechselt werde und in Misskredit gerate.
Schlauer Plan.
Hat sie aber nicht davon abgehalten, mich 2x zu durchsuchen und sich auch zu vergewissern, das mein Schuhe keine Stahlkappen haben.
Vielleicht muss ich ja echt an meinem Image arbeiten.
No Germans in Hollywood
Betroffen sind auch Grossproduktionen bekannter Studios... oder fast ist es sogar so, dass je grösser das Studio und die Produktion, desto weniger wahrscheinlich ist korrektes Deutsch.
Was ich daran nicht verstehe ist: Wie schwer kann es sein, in den USA einen Deutschen aufzutreiben, der mal eben für zehndollarfuffzig die 4 Sätze Deutsch richtig übersetzt? Bei Filmen die Millionen kosten, denkt keiner daran, irgendeinen Kumpel in Deutschland anzurufen und eben nachzufragen?
Wie kommt es überhaupt zu so Sachen wie "Meine Damen und Herren, bereiten Sie sich beim Anlegen bitte." (Lautsprecherdurchsage in "Sky Captain and the world of tomorrow"). Im selben Film darf auch eine bescheuerte Aufschrift nicht fehlen. An einem Schaltknopf steht als deutsche Funktionsbezeichnung "Dringlichkeitsfreigabe". Hm. Was soll das wohl sein? Wie sich etwas später rausstellt geht es um ein "Emergency Release", also eine Notauslösung. Dringlichkeitsfreigabe, Notauslösung... was solls, ist ja beides irgendwie das gleiche, nicht wahr?
Wer hat das übersetzt? Jemand der deutsch kann ja wohl nicht.
Es ist doch extrem unwahrscheinlich, das es in den USA keine Dolmetscher gibt.
Wen beauftragen so Filmstudios also, wenn keinen Dolmetscher? Versucht sich eventuell der Drehbuchauthor selber, indem er seine Erinnerungen an den Deutschunterricht in der Schule (wenn er den überhaupt hatte) hervorkramt?
Oder jagen sie das durch Babelfisch Software (wie die Jungs die mir unverständliche Mails senden, weil sie meinen, es sei für mich schöner, den Kram in automatisert übersetzem Gestammel zu lesen als in englisch. Dabei kommt dann raus: "Ich erfahre ein Problem betreffend ist ein Gebiet, das mit dir gekauft wird".... Hm.... WAS? Ist aus einer echten Mail an mich von heute. )
Ich bilde mir ein, dass mein Englisch recht gut ist und aus beruflichen Gründen auch geübt, aber wenn ich einen Film drehen würde, den Millionen von Leuten sehen werden, dann würde ich doch jemand fragen der die Sprache besser spricht als ich.
Also ich würde wirklich gerne wissen, wie so was abläuft. Am GELD kann's ja nicht liegen.
Bei Licht betrachtet bleibt ja nur eines als Erklärung. Es gibt, anders als der Laie vermuten könnte, in Hollywood (und auch in noch in einer Drehpause erreichbaren Umkreisen von sagen wir 50 Kilometern) keine Deutschen.
Erstaunlich
Verschlusssache
Richtig schlimm aber sind die Getränketüten. Früher gab's ja diese Tetrapacks in denen z.b. Milch verpackt wurde. Da hat man einfach eine Ecke hochgebogen, abgeschnitten und fertig. Bestenfalls gabs dann noch die Frage, ob man beide Ecken abschneidet, damit Luft nachströmen kann (habe ich nie gemacht).
Vor ca. 3 Jahren beobachtete ich in Frankreich erstmals diese angeblich wiederverschließbaren Plastikverschlüsse. Da dachte ich noch: diese Spinner! Aber Frankreich ist nur der VORREITER für einen Gegentrend: keine 10 Monate später kamen diese SCHEISSDINGER bei uns auch auf. Seit dem vergeht kein Tag ohne kleckern oder Krämpfe beim Aufmachen. Vielen, vielen Dank!
Soweit so schlecht.
Dieses Jahr in Frankreich nun darf ich feststellen, das im Verhunzen von Getränkepackungen noch keine Ende in Sicht ist. Nun ist unter diesem Plastikdeckel nicht etwa wie bisher diese schwer abziehbare Folie, die dann ein Loch frei gibt oder nicht, sondern ein WEITERER VERSCHLUSS! Den muss man je nach Modell reindrücken oder hochreissen. Bald isset soweit, das ich zum Aufmachen einer Milchtüte die Gebrauchsanleitung lesen muss.
Ergebnis der neuen Doppelverschlüsse ist, dass der Flüssigkeitsstrahl noch unberechenbarer neben die Tasse geht, und es hinterher noch mehr tropft.
Mal abgesehen davon, das die Verpackung langsam signifikante Mengen Plastik enthält, das - wir erinnern uns - aus dem im Überfluss vorhandenen und billigen Erdöl hergestellt wird. Irgendwie macht mich das glauben, jemand muss aus einem unbekannten Grunde dringend Erdöl vernichten. Darf ich anregen, die fraglichen Mengen Erdöl gleich irgendwo hinzukippen oder zu verbrennen, anstatt sie zuerst als Ausgiessverhinderer an Milchtüten zu schrauben, wo sie zuerst noch den Verbraucher ärgern, bevor sie verbrannt werden?
Wäre auch billiger.
So. Jetzt werden wir erstmal warten, bis dieser Scheiss hier auch erhältlich ist und dann kommt als nächste Runde der ausziehbare eingebaute Trichter . Wenn wir uns nur ein bischen Mühe geben, können wir in 3-4 Jahren 500 Gramm Erdöl an jeder Milchtüte haben, die dann jeweils nur noch mit Diplom aufmachbar ist und wegen der Kleckergefahr beim Ausgiessen nur in Badezimmern mit Bodenabfluss verwendet werden kann...
(Nachtrag: Inzwischen ist ein Jahr vergangen und nun sind auch bei uns die lustigen Doppelverschlüsse usus. Namentlich die Variante, wo man nach Aufschrauben des ersten Deckels eine kleine Plastikschlaufe endeckt, mit der man den zweiten Verschluss aufreissen muss. Oft reisst die Lasch auch und dann greift man zur Schere und schneidet wie früher eine Ecke ab. Das simple Aufmachen einer Milchtüte dauert im Mittel nun länger als vor 4 Jahren.)
Volledeppen at Work
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Tja... worum gehts da? Also dem Vernehmen nach gibt es irgendeine neue Europanorm, die besagt, das Ortsschilder die und die Grösse oder so haben müssen. Und da das alte Schild ein bischen zu klein oder so war, musste man neue aufstellen. Die meisten Ortschaften haben das so gelöst, dass das neu Schild eben in einem gewissen Abstand zum alten Schild aufgestellt wurde, denn das alte Schild ist nicht etwa verboten... Dann gibts an der Ortseinfahrt eben ZWEI Schilder.
Da wird also ein Chef gesagt haben: "Dann stellt das Schild eben irgendwo vor dem alten auf." Naja, und das haben die Arbeiter dann auch gemacht.
Allerdings liegt der eigentliche Witz ja darin, das es nun eine Europanorm gibt, die regelt wie Ortsschilder aussehen müssen UND die offenbar vorschreiben, dass das neue Schild auch dann aufgestellt werden muss, wenn das alte noch top in Ordnung ist.
Einfach warten bis zum nächsten fälligen Schildtausch und dann da Schild nach neuer Norm aufstellen wäre ja auch zu billig.
Wieder so ein Punkt der mich langsam an "Europa" zweifeln lässt.
Zwingt "die Agentur" die Leute oder sind die selber blöd?
Hallo Herr YYYYYYYYY,
wir geben uns Mühe, unsere Anzeigen ohne viel Blabla und möglichst auf dem Punkt zu formulieren. So stehen in der Anzeige, auf die Sie sich beziehen nur DREI unserer Aufassung nach klare Punkte als Anfforderung: Nämlich
- exzellente PERL Kenntnisse
- Datenbank KnowHow, vorzugsweise Oracle
- sehr gute Kenntnisse unixoider Betriebsysteme, vorzugsweise SOLARIS
Aus Ihrer (überdies recht rudimentären) Bewerbung geht hervor, dass Sie bereits den ersten Punkt nicht erfüllen. Sie geben an, PERL erst noch erlernen zu wollen. Sie sähen da, so geben Sie an, keine weiteren Probleme, da Sie ja bereits JavaScript und HTML könnten.
Zwischen den geforderten exzellente PERL Kenntnissen und den bei Ihnen überhaupt nicht vorhandenen PERL Kenntnissen sehe ich eine gewisse Diskrepanz.
Ich muss daher annehmen, das unsere Anzeige doch nicht so gut formuliert war. Gerne würde ich zukünftige Anzeigen verbessern und erbitte hier Ihre Mithilfe.
Insbesondere würde mich interessieren, inwieweit "exzellente PERL Kenntnisse" ungenau formuliert war, b.z.w. welchen Teil dieser Formulierung Sie nicht verstanden haben.
Für Hinweise, wie wir unsere Anzeigen in Zukunft verbessern können, wäre ich Ihnen sehr dankbar.
mit freundlichen Gruessen
(...)
Dresden
Moderator: "Herr XY, Sie als Arbeitsmarktexperte vor Ort in Dresden, wie erleben die Menschen denn die Konjunkturschwäche? Ist denen das egal? Oder haben sie Angst, z.B. um ihren Arbeitsplatz?"
Experte sieht den Moderator für eine Sekunde an, als wäre er im falschen Film und sagt dann aber brav: "Nein, die Leute sind natürlich bedrückt, es könnte ja auch um ihren Arbeitsplatz gehen."
Moderator ganz auf nachdenklich: "Aha, ach ja."
Bier auf die Beine
Mich hat sehr beeindruckt, was ein New Yorker Wachmann gesagt hat: "Diese Leute sind Fanatiker, die glauben an ihre Sache. Einen Krieg gegen die zu führen wird nichts nützen, es wird sie höchstens in ihrem Glauben bestärken. Das ist meine Meinung."
Das sagte der Mann immerhin im Krankenhaus, wo er lag, nachdem er von einem Trümmerteil des WTC getroffen worden war und schwere Verbrennungen erlitten hatte.
Im Fernsehen gibt's eine prima Sendung von Max-TV oder so ähnlich.
Motto der Show: Das ganze Leben. Drei Themen gibt's in dieser Ausgabe: "Wie eine Schülerin zur Ladendiebin wurde", "Die Beauty-Wies'n" und… hab' ich vergessen, weil noch blöder.
Ich sehe mir den ersten Teil an: "Die Beauty Wies'n". Es geht darum, das eine als ‘Star-Visagistin’ angepriesene Trulla, die aussieht wie eine ältere Liza Minelli-Imitatorin mit grauer Strickjacke, Lederhose und anderen zünftigen Anziehsachen, wie man sie eben nur in München für todschick hält, irgendwelche Pampen aus Honig, Apfelessig und Bier anrührt.
Der geübte Zeittöter-Fan weiß sofort: Ach, wieder die "Bier ist gesund und so natürlich"-Leier.
Dieses eklige Honig-Essig-Bier-Zeuch muss ja zu was gut sein und daher schmiert die Starvisagistin die Pampe zwei 18-jährigen Schulmädchen in Trachten-Nachmach-Kleidchen (wie man sie nicht mal in München schick findet) auf die Beine, und redet dabei was von hautreinigender Wirkung oder Antifalten und natürlichen Wirkstoffen… bla bla.
Super Beweis: Man schmiert einer 18-jährigen das Zeuch auf die BEINE… und siehe da, keine Falten auf den Beinen, eine Haut wie bei einer 18-jährigen!
Hinterher dürfen die beiden Schülerinnen das Zeug auch noch trinken, weil´s angeblich gegen schlechten Atem hilft oder so. Ich bewundere die Mädels, daß sie dabei nicht gleich kotzen, aber um in´s TV zu kommen macht man ja alles, nich?
Zum Schluß noch mal Großaufnahme, wie die Schulmädchen eine Maß Bier reinzwiebeln und hinterher auf den Tischen tanzen.
Das Ganze natürlich direkt in einem Bierzelt gedreht, voll die Wies'n-Atmo!
Ich kann mir richtig vorstellen, wie die Redakteure sich dieses hoch-investigativen Themas angenommen haben. Es ist eben der Auftrag unserer Gesellschaft an die Medien:
Misstände aufdecken, der Wahrheit nachspüren, Verantwortung übernehmen!
Das volle Leben halt.
Ich glaube, ich habe noch nie einen Beitrag mit weniger Gehalt gesehen.
Werbung schon eingerechnet.
Profis at work
Ich: "Das sieht hier so verrostet aus, ich habe Angst, das das mal bald hier durchrostet und dann das Wasser rausläuft…"
Er: "Na ja, so schnell geht das nicht, aber ich klopfe hier mal gegen, um zu testen, wie massiv das so ist…" Nimmt einen Schraubenschluessel und schlägt gegen das Rohr. Es macht: lonktschhhhhhhhh…!
Er: "Oh!"
Ich: "Gut, dass mein Bad einen Bodenabfluss hat."
Er ist jetzt weg und holt Material. Ich hoffe, das der Bodenabfluss nicht verstopft.
Dada
Der Techniker und seine Frau sind sehr deutsche Schwimmer, sie schwimmen um ein Pensum zu absolvieren, und ziehen gewissenhaft und in sorgfältigem Brustschwimmenstil Bahn um Bahn, bis das Soll zur Erhaltung der Arbeitskraft und Gesundheit erfüllt ist. Die Pariser Großfamilie sowie die diversen Kinder sind da natürlich irgendwie im Weg.
Später dann beobachtet der Siemenstechniker eine andere sofort als deutsch erkennbare Touristin, die gerade dabei ist, die örtliche Beerenwelt zu dezimieren. Leider kann sie Brombeeren einwandfrei erkennen, es gibt an der Barrage nämlich auch ein paar 1a giftige Teile.
Unser Ingenieur, der übrigens trotz Haus immer im Campingbus anreist (Man weiß ja nie!) berichtet ihr über den Fluss hinweg, das auf der anderen Straßenseite ebenfalls Brombeeren wachsen würden, es dort aber zu stachelig sei, um sie zu ernten ("stachelige Angelegenheit"), worauf sich die deutsche Touristin, im Bikini erkennbar nicht stachelfest, für diesen dollen Tipp bedankt.
Im weiteren Verlauf entspinnt sich nun folgendes Gespräch, da über eine Entfernung von 10 Metern über ein kleines Flüsschen stattfindend in tragender Lautstärke geführt:
Siemensmann: "Ich koche die Brombeeren immer ein, mit diesem Frommage Blanc, lecker"
Touristentrulla: "Einkochen mit Frommage Blanc?"
Siemensmann: "Nein ohne Frommage, nur die Beeren, so wie... wie nennt man das? Kaltschale... Rote Grütze, so ähnlich. Wo wohnen sie denn? Da und da?
Touristentrulla: "Nein, wir wohnen in ...... und zwar da und da, da haben wir so eine kleine Terrasse. Wir essen da immerzu Abend auf der Terrasse, ist so eine kleine Terasse nur, so eine kleine, es reicht gerade zum Abendessen die kleine Terrasse."
Meine Schwester und meine Freundin, die ob der Lautstärke zwangsbeaufschlagt mit dem Gesprächsinhalt, fangen an sich anzusehen, als dürften sie an einer besonderen zur Schaustellung von Doofheit teilnehmen. Sie beschließen, ab jetzt mitzuzählen, wie oft die Frau noch "kleine Terrasse" sagen wird.
Die Touristentrulla weiter: Aber auf diese kleine Terrasse scheint nachmittaggs immer die Sonne, da wird es doch sehr warm so in der Sonne, da werden wir wohl mal einen Sonnenschirm kaufen, vielleicht nächstes Jahr.
Jetzt mischt sich die ca. 7-jährige Tochter der Touristentrulla ein und brüllt mit quickender Stimme: "Weil auf unserer Terasse wird es immer so heiß am Nachmittag, die Sonne scheint!"
Ab da kriege ich irgendwie einen kleinen Blackout und bekomme für ein paar Minuten nichts mehr mit, als ich wieder zu mir komme, hat das Thema gewechselt.
Siemensmann: "Gibt es in der Pizzeria auch andere Gerichte?"
Touristentrulla: "Nein, ehem, doch, das weiss ich nicht, ich glaube es gibt auch andere Gerichte, aber die sind nicht zu empfehlen. Wir waren nur einmal da, und haben Pizza gegessen, aber Bekannte von uns kennen jemand, der mal da war und was gegessen hat, und da ist denen so schlecht geworden, dass sie nach einer Stunde gehen mussten so schlecht geworden ist denen!"
Und da ist uns so schlecht geworden, dass wir noch in der selben Sekunde gehen mussten so schlecht geworden ist uns.
Meine Schwester hat in der Gegend übrigens wesentlich später ein Restaurant eröffnet, das Les Lauriers heisst.
Und da fahrt ihr alle jetzt bitte sofort hin und haut euch den Pansen voll.
Vermutlich Jürgen
Ich frage mich jetzt, ob die heutige Jugend verweichlicht ist, oder ob ich mit 15 auch Schlaflosigkeit erlitt, wenn ich ein Gesicht nicht einordnen konnte, oder meine Freunde durch Angeben mit vermeintlichen Würstchenklau zu beeindrucken suchte.
Ich glaube mich zu erinnern, das ich mit 15 nachts von Mädchen träumte (die ich nicht kriegen konnte) und ansonsten mit meinen Kumpels wegen frisierter Mofas Ärger mit der Polizei hatte.
Und schon ist die Stimmung da.
Feuerzeug Duplo
Ein handliches, zuverlässiges Feuerzeug, wo Sie 2 Personen gleichzeitig Feuerzeug anbieten können. Dieses „Duplo“ Feuerzeug besitzt zwei Brennstellen. Dieser Gag ist einzigartig. Beim Betätigen der Piezozündung schalten Sie außerdem ein rotes Partylicht im Feuerzeug an. Und schon ist die Stimmung da.
Naja, wenigstens kein Apostroph untergebracht im Text.
Aufruf:
Es fehlen mir zwei CDs. Und war von eine von „Danzig“ und eine von „Sielwolf“. Bestimmt habe ich sie jemand geliehen, kann mich aber nicht erinnern wem. Also, wer die CDs hat, her damit.
Wegen Sprachlosigkeit kein Titel
Reportage im Fernsehen über einen Kurs, mit dem Ökobauern oder andere interessierte Menschen den Umgang mit Insekten oder Pflanzen lernen. Z.B. wird gelehrt, das man vor Betreten eines Gewächshauses anklopfen soll, damit sich die Blattläuse nicht erschrecken.
Am Ende der Sendung wird eine äußerlich völlig normal wirkende Frau gezeigt (inklusive prima Herpes Simplex Ausbruch an der Unterlippe, ist also noch nicht durch mein Tor gegangen), die zunächst holprig in dieser typischen „Laien lesen vom Blatt“ Intonation vorliest: „Liebe Insekten, bitte verzeiht mir, das ich euch gestört, aus eurem angestammten Revieren weggetragen oder gar getötet habe.“ Dann bricht sie plötzlich in Schluchzen aus und weint: „Es tut mir so leid“
Meine Freundin und ich sind für 30 Sekunden wie gelähmt vor Schreck.
Ich hoffe doch sehr, dass hier der Sender wieder mal so einer gefälschten Reportage aufgesessen ist.
Diese Leute dürfen WÄHLEN!
Komme nachts zu einer Tankstelle um mein Auto zu betanken. Beim Reinhalten des Rüssels in die Tanköffnung fällt mein Blick auf ein seltsames Arrangement: Vor der Waschanlage steht ein Schild, auf dem zu lesen steht: „Unsere Waschanlage ist geöffnet.“ Direkt daneben sind einige von diesen Markierungskegeln so verteilt, das die Einfahrt der Anlage versperrt wird.
Beim Bezahlen kann ich mir nicht verkneifen den studentischen Aushilfskassierer zu fragen, was das Ensemble bedeuten soll. Er sagt nix. Ich habe meinen fiesen Tag und insistiere: „Und wie war die Antwort?“
Er: „Z, wie zu.“
Ich: „Ach dat Schild lügt also?“
Er: „Nee.“
Ich: „Ist die Anlage also doch auf?“
Er sagt nix
Ich: „Ist sie auf?“
Er: „Nein, ist zu.“
Ich: „Aber warum steht dann da das Schild?“
Er: „Ist zu.“
Ich: „Habe ich verstanden. Ich wollte ja nur wissen, warum Sie ein Schild aufstellen, auf dem extra gesagt wird, die Anlage sei auf, wenn sie doch zu ist.“
Nebenher wickeln wir den Bezahlvorgang ab, er hält mir wortlos den Beleg zum unterschreiben hin, ich unterschreibe und er sagt: „Wiedersehen.“
Ich frage: „Was ist nun mit dem Schild?“
Er sagt nichts und ich: „Kommt da jetzt noch was?“
Er: „Soll ich jetzt noch mal sagen, das die Anlage zu ist?“
Ich: „Nein, ich bin nicht taub und auch nicht blöd, ich habe gar nicht gefragt, ob die Anlage auf oder zu ist, ich habe gefragt warum das Schild da steht.“
Er sagt nix.
Ich gehe.
Ich weiß, ich bin ein blöder Nerver, so ein Idiot, der auf Nichtigkeiten rum reitet. Ich frage mich nur manchmal, ob Demokratie funktionieren kann.
Ach ja: Habe neulich eine nette Definition von Demokratie gehört: Demokratie nennt man Staatssysteme, in denen die Regierten die Regierenden ohne Tod loswerden können.
Das finde ich sehr gut.
So gesehen war die DDR am Ende doch ein Demokratie. Wie der Name schon sagte.
Dingsverlängerung
Wieder einmal ist uns aufgefallen, das es einen Zusammenhang zwischen Körpergröße und Sitzstellung in Autos gibt: In diesen aufgemotzten Golfs und Opel Astra GSI sitzen immer kleine Jungs so unter 1,65 Meter, die meistens auch einen gewissen Hang zu aufgeblähten Muskeln haben. Außerdem stellen die Jungs ihre Sitze immer so ein, wie andere es zum schlafen machen würden. Als Ergebnis muss man immer zweimal hinsehen, um festzustellen, ob überhaupt jemand hinter dem Steuer sitzt... doch, richtig, wieder lugt ein Muskelbubi mit Mühe übers Lenkrad.
Das sind übrigens auch genau die selben Leute, die an der Ampel den linken ausgestreckten Arm immer lässig oben aufs Lenkrad legen, wozu sie sich meistens aus dem Liegesitz schon etwas nach vorne beugen müssen.
Klar ist das ein Vorurteil. Es gibt natürlich auch andere: Manche von den Liegesitz-Fans fahren z.B. auch einen Mitsubishi Colt.
Dann aber mit 16V Aufkleber am Heck.
Die Loveparade hat (noch) ein Problem
Die Loveparade hat ein Problem: Jemand hat schlauerweise am selben Tag schon eine Demo angemeldet. Im Tiergarten. Wie bekannt funktioniert das nach dem „Wer zuerst kommt“ Prinzip.
Was mich daran wundert ist, das diese Leute, die die Gegendemo angemeldet haben, dies ja schon im letzten Jahr angekündigt hatten. Wer hat da also bei Planetcom gepennt?
Jetzt ist die Karl Marx Allee im Gespräch. Moog_T schlägt vor, man könne ja da eingrätschen und daher meldet TXP doch gleich mal einen Zug der Fuckparade für die Karl Marx Allee an, damit hätte sich das auch schon mal.
Ich grübele indes, wie es mit der Fuckparade weitergehen soll. Drei Züge zum Alexanderplatz? Irgendwie befriedigt mich das nicht so sehr. Aber was besseres fällt mir auch nicht ein.
Jetzt kann man ja drüber lachen
(Alle Namen sind natürlich frei erfunden, außer die von den Leuten, die genau so heißen, wie es hier steht)
Müller
Sowiesoskystrasse 7
PLZ Berlin
Herr Götz
Götz Gmbh
Postfach 180
D-72403 Bisingen
Berlin, Donnerstag, 15. Oktober 1998
Sehr geehrter Herr Götz,
anbei ein kleines Drehbuch für ein absurdes Theaterstück. Ähnlichkeiten mit einer Firma, die Sie gut kennen, sind leider kein Zufall.
Prolog:
Herr Müller braucht im Juni 1998 ein Federbein für seinen Kawasaki KR600 Supermoto-Umbau. Seine Wahl fällt auf WhitePower. Ein Bekannter sagt ihm: “Götz hat White Power. Allerdings ist Götz in letzter Zeit nicht mehr so doll wie früher, irgendwie unzuverlässig. Naja, nur mein Eindruck, eventuell täuscht das ja.” Herr Müller, der noch nie bei Götz bestellt hat, entschließt sich, aus dem aktuellen Katalog von Götz (den ihn ein Freund mit den mystischen Worten : “Hier, brauche ich eh nicht mehr” überlässt) ein solches Federbein zu bestellen. Dies tut er telefonisch.
Am Telefon sagt man ihm, nachdem er als Neukunde angelegt ist, das Federbein sei am Lager und werde mit einem Katalog und einem Begrüßungsgeschenk in ca. 3-4 Tagen bei Herrn Müller eintreffen.
Hoch erfreut wartet Herr Müller.
4 Tage.
Eine Woche.
10 Tage.
Herr Müller ruft bei Götz an und fragt nach. Dort erfährt er, das Götz im Gegensatz zum Abdruck im aktuellen Katalog WhitePower gar nicht mehr führt und auch kein WhitePower Federbein des fraglichen Typs am Lager ist. Es kann auch keines nachbestellt werden, da man mit Whitepower keine Geschäftsbeziehung mehr habe.
Herr Müller ist etwas genervt. Das bei der anfänglichen telefonischen Bestellung nicht bekannt war, das Götz keine WP Beine mehr führt, findet er komisch. Das angeblich noch eines im Lager war, obwohl dem nicht so gewesen ist, findet Herr Müller auch komisch, kann er aber verstehen, sowas passiert schon mal. Das aber niemand mal angerufen hat, um mitzuteilen, dass das Bein nicht kommt und auch nie kommen wird, erfüllt Herrn Müller mit Verwunderung: Er hatte extra seine Telefonnummer angegeben, die, als er beim zweiten Anruf nachfragt, im System auch eingetragen ist.
Als mögliche Erklärung bietet die Kontaktperson bei Götz ein solides: “Ja ehem, ja weiß ich jetz auch nicht... also...” an.
Erster Akt:
Ende Juli benötigt Herr Müller eine Bremsscheibe für seinen Kawasaki KR600 Supermoto-Umbau. Seine Wahl fällt auf Spiegler, mit zugehörigen Belägen.
Trotz seltsamer Erinnerungen an Vergangenes ist Herr Müller bereit, es noch mal mit Götz zu versuchen. Im aktuellen Katalog ist die fragliche Scheibe gelistet und Herr Müller bestellt telefonisch.
Herr Müller plant Anfang August in Urlaub zu fahren, hofft aber die Scheibe noch vorher zu bekommen: es sind noch über 10 Tage Zeit.
Er fragt ausführlich bei der telefonischen Bestellannahme nach: Ja, die fragliche Bremsscheibe sei am Lager, mit Belägen, und werde in 3-4 Tagen bei Herrn Müller sein. Doch doch, man führe Spiegler noch.
Hoch erfreut wartet Herr Müller.
4 Tage.
Eine Woche.
Es kommt nichts.
Herr Müller ruft bei Götz an und erkundigt sich nach dem Verbleib der Bremsscheibe.
Man erklärt ihm, die Scheibe werde sicher morgen rausgehen (!!) Herr Müller ist leicht sauer und erklärt, er brauche die Scheibe nunmehr dringend, da er sie doch gerne vor dem Urlaub einbauen wolle, da er sonst ohne Motorrad in den Urlaub gehen müsse. Insbesondere sei es ja jetzt auch schon zu spät die Scheibe woanders zu kaufen. Eine Mitarbeiter von Götz versichert, die Scheibe gehe raus und sei bestimmt rechtzeitig da.
Zweifelnd wartet Herr Müller.
3 Tage.
Die Scheibe trifft ein. Nachname bezahlt und Paket geöffnet, Jubel, endlich!
Nach einigen Minuten nachdenkens: Moment mal? Waren Spieglerscheiben nicht irgendwie anders geformt? Und nicht so wie die Scheibe aus der Lieferung? Leider ist die Scheibe nicht originalverpackt, der Hersteller also nicht so leicht festzustellen. Herr Müller vermutet anhand des Aussehens, daß es sich um ein Brembo Scheibe handelt. Er kann diesen Verdacht durch Studium der mitgelieferten ABE erhärten.
Herr Müller fragt sich, ob andere Firmen nicht vorher fragen würden, bevor sie anstatt dem bestellten Produkt was anderes liefern, denkt sich aber, das Brembo letzlich auch okay ist. Die mitgelieferten Beläge scheinen irgendwelche japanischen Noname Produkte zu sein, die er nicht kennt. Dafür hatte er zwar nun nicht 250,- DM bezahlt, aber egal, noch genau einen Tag bis zum Urlaub.
Nur noch mal kurz die Bohrungen ausgemessen, ob die Scheibe auch passt (man hat ja so langsam ein Gefühl mit Götz nicht wahr?)
Beim Betrachten der Bohrungen fällt schon mit bloßem Auge auf: Die sind nicht zentrisch angebracht. Kurz ungläubiges Nachmessen: Die Scheibe hat satte 2 Millimeter Schlag! Jetzt befällt Herrn Müller Wut! Im wird klar, das er dieses Jahr ohne Motorrad Urlaub macht, weil er keine Chance mehr hat, im verbleibenden Tag eine Scheibe zu bekommen, nicht mal die sauteure und schlechte Originalscheibe von Kawasaki. Er fragt sich auch, ob irgendein armer Wicht sich die Scheibe mit Schlag wohl eingebaut hätte, um sich dann Wahlweise bei Tempo 80 auf die Fresse zu legen oder vorher seinen Bremssattel zu zerspahnen.
Herr Müller ist nun etwas aufgebracht und ruft bei Götz an, mit dem Vorhaben, mal mit Herrn Götz zu sprechen. Das wird Herrn Müller natürlich verwehrt. Nach langem insistieren, mit jemand zu sprechen, der sich verantwortlich fühlt, wird Herr Müller mit Herrn Fix verbunden, dem er alles genau aufs Butterbrot schmiert. Herr Fix ist peinlich berührt und verspricht, sich der Sache SOFORT anzunehmen.
Er bittet, die defekte Scheibe an ihn persönlich zurückzusenden, was Herr Müller auch tut.
Zweiter Akt:
Herr Müller geht in Urlaub. Der dauert 6 Wochen, also reichlich Zeit, eine Spiegler Scheibe zu beschaffen, Bremsbeläge zu organisieren, oder Postkarten zu senden, falls was nicht klappt.
Herr Müller fragt aus dem Urlaub nach ca. 3 Wochen zuhause an, ob mittlerweile eine Scheibe eingetroffen ist; er hofft nach seiner Rückkehr noch einige sonnige Tage mit seinem tollen Motorrad verbringen zu können.
Nein, es sei nix eingetroffen schallt es aus der Heimat. Herr Müller ruft aus dem Urlaub Herrn Fix an, der sich auch direkt erinnert, mit Herrn Müller mal gesprochen zu haben. Die Scheibe hat er nicht erhalten, obwohl Herr Müller sie z.H. Herrn Fix abgesendet hat. Herr Fix sagt zu, sich nachhaltig drum zu kümmern und Herr Müller vergisst die Sache mal für eine Weile.
Dritter Akt:
Herr Müller ist aus dem Urlaub zurück.
6 Wochen! hat es gedauert. Nun aber schnell die Scheibe eingebaut und los!
Leider ist nur keine Scheibe da. Herr Müller telefoniert mit Götz. Herr Fix ist nicht erreichbar, die Dame am Telefon kann im System nichts finden, es sei doch eine Scheibe an Herrn Müller geliefert worden, Anfang August schon, einen Rückstand könne sie nicht feststellen.
Herr Müller atmet jetzt ganz ruhig, das ist so eine Übung, die Schreianfälle verhindern hilft.
Die Dame verspricht, Herr Fix werde zurückrufen.
Was nicht passiert.
Eine Woche später ruft Herr Müller daher bei Götz an, um mal nachzufragen, was denn jetzt ist. Herr Fix ist nicht zu erreichen, er ist auf einer Messe. Man verbindet Herrn Müller mit einem anderen Herren, dem Herr Müller alles genau erzählt und auch, das Herr Fix sich an sich schon kümmern wollte und das er langsam doch mal gerne ein Bremsscheibe hätte. Der Herr verspricht, sich um alles zu kümmern und versichert, das es ihm sehr peinlich sei.
10 Tage verstreichen, nix passiert. Es ruft keiner an, es kommt keine Scheibe.
Herr Müller ruft erneut bei Götz an. Die Dame an der Bestellannahme kann keinerlei Rückstand im System feststellen, kein Wunder, die Scheibe sei ja Anfang August geliefert worden. Herr Müller sieht so rote Flecken vor den Augen, kann aber doch noch nach Herrn Fix verlangen, der aber nicht da ist, sondern auf einer Messe.
Herr Müller erwägt kurz, sich mit irgendwas schwerem zu bewaffnen und zur Messe zu fahren, verlangt dann aber doch, mit Herrn Götz sprechen zu dürfen. Was ihm aber verwehrt wird. Die Dame an der Auftragsannahme erklärt sich aber bereit, Herrn Götz zu berichten und Herr Müller erläutert ihr daher schon leicht ermüdet den ganzen Vorgang in gekürzter Version. Die Dame verspricht, alles in Ordnung zu bringen und notiert sich noch mal die Telefonnummer, die so allerdings auch im System von Götz steht.
Und ruft 2 Tage später zurück! Wunder! Um zu berichten, Herr Götz habe die Scheibe persönlich beim Hersteller geordert und sie werde in wenigen Tagen da sein.
Endlich!
Aber die Scheibe kommt nicht.
Vierter Akt:
Es wird langsam kalt in Deutschland, es ist Mitte Oktober und an Fahren mit dem Motorrad ist nicht zu denken. Dank Götz steht die Kiste nun seit 2 1/2 Monaten unter einer Plane, die 2 Wochen wegen des Federbeines nicht mal mitgerechnet.
Herr Müller ruft noch mal Herrn Fix an und erreicht ihn nach dem 3. Versuch. Herr Fix kann sich auch sofort erinnern, mittlerweile hat er auch die Brembo mit Schlag mal gesehen. Sie war vor Wochen bei Götz eingetroffen, aber trotz der Aufschrift „z.H. Herrn Fix“ nicht zu ihm sonder irgendwohin sonst geschafft worden. Er ist aber doch baff überrascht, als er erfährt, das Herr Müller noch keine Scheibe hat. Er werde sich SOFORT darum kümmern.
Und am nächsten Tag kommt die Scheibe!!
Echt!!!
Jubel!
Leider muss Herr Müller nochmal 250,- DM bezahlen, da die Scheibe erneut mit Nachname geliefert worden ist, obwohl Herr Müller ja schon einmal für eine defekte Scheibe bezahlt hatte. Egal, das kann man später klären! Voller Freude packt Herr Müller die Scheibe aus, eine Spieg.... moment.... eine “Braking”?
Aha.
Und außerdem ohne Bremsbeläge.
Herr Müller ruft Herrn Fix an und der verspricht, sich sofort drum zu kümmern und Herr Müller solle doch bitte die Scheibe zu seinen Händen zurücksenden... und so weiter und so weiter.
Ende.
Jedenfalls bis hier hin. Aktueller Status:
Herr Müller hat sein Motorrad insgesamt weit über zwei Monate nicht nutzen können und mehr als 20 x mit Götz telefoniert. Er hat insgesamt rund 500,- DM an Götz bezahlt und hat dafür eine Scheibe erhalten, die er nicht bestellt hat und keine Bremsbeläge.
Und die Scheibe soll er außerdem jetzt zurücksenden.
Die Frage ist nur, ob man Irrenhausinsassen überhaupt gestattet, Pakete zu versenden und selbst wenn ja, bezweifelt Herr Müller, das er mit dieser komischen Jacke, die er jetzt immer tragen soll, die Scheibe überhaupt eingepackt bekommt.
(Später hab ich die Scheibe und Beläge dann tatsächlich bekommen, mein zuviel gezahltes Geld auch und als Entschuldigung noch eine paar Schienbeinprotektoren, die ich auch 12 Jahre später noch benutze)
Dear Sir... klassischer Fall von selbst reingelegt
Gblablastrasse 23534
1 Berlin
Germany
Office of the Parking Clerk
Boston City Hall
Boston MA 02201
USA
Berlin 19.09.93 (dd.mm.yy)
Dear Sir or Madam,
During my stay in Boston this august, I parked my rented car somehow wrong and got a violation ticket. (23946259-1 08.07.93) I tried to pay the ticket by sending you a check from my bank.
As far as I understand, you ask me
-not to send money
-not to send checks drawn on a foreign bank.
Since I don´t have a bank account at an US or Canadian bank, my question is: How can I pay the fine?
Best regards
Dingens Mueller
enclosed: copy of violation ticket, your letter from the 08/19/93, my check