Kaffemaschine

Unsere geliebte AEG Siebträgermaschine ging nicht mehr.
Keine grossartiges Gerät, kein Vollautomat, nur 140 € Klasse. Aber der Kaffee ist super und es ist eben keine Padmaschine, sondern ein echter Siebträger mit echtem Pulver, ca. 5 Jahre alt.

Seit Neustem hat sie nur noch Wasser für 5 Sekunden durch den Filter gepresst und sich dann abgeschaltet. So als sei kein Wasser mehr in Tank.

Mist.

So, und nun ist die Frage: Was tun? Für ein 140€ Gerät lohnt sich schon selber reparieren kaum und ich war mir natürlich auch sehr unsicher, ob ich den Fehler finden würde. Ich muss zugeben: Ich hätte mir glatt ne neue gekauft, wenn es die noch geben würde. Gibts aber nicht mehr und sich jetzt wieder reindenken und hoffen das man keinen Schrott kauft... das hat mich noch mehr abgeschreckt als mal aufschrauben und wenigstens reinsehen.

Schon aufschrauben war nicht leicht: eine Spezialschraube hielt das Gehäuse zu um genau so Leute wie mich abzuschrecken. Als erstes musst ich mir also aus einem alten Bit eine Werkzeug basteln.

Im Inneren einer Espressomaschine gehts 3x komplizierter zu als ich dachte. Die hat richtig Elektronik drin und ist geradezu vollgestopft mit Schläuchen, Drähten, Pumpen, dem Thermoblock und allerlei Magnetventilen.

Ich mach's kurz: Nach einiger Zeit hatte ich den Verdacht, dass es das Flowmeter war. Ich wusste vorher auch nicht was das ist geschweige denn, dass eine billige Siebträgermaschine sowas hat.

Das Teil misst den Wasserdurchfluss, so erkennt die Maschine ob der Wassertank leer ist: Kein Durchfluss: Tank leer, lieber abschalten. Würde prima zum Verhalten der Maschine passen: Pumpe und Heizung gehen, aber nach paar Sekunden Wasser pumpen schaltet sie sich eben ab. Ausserdem waren die Kontakte des Flowometers leicht korrodiert, so als sei da mal Wasser dran gekommen. Wenn dann welches an den Kontakten reingelaufen wäre, könnte die primitive Elektronik - die da laut Internetrecherche drin ist - kaputt sein.

Natürlich habe ich keine Möglichkeit das zu testen. Und als Ersatzteil gabs das auch nicht. Aber eine anderes gab es, dass mechanisch leicht grösser aussah, aber den gleichen Stecker hatte und angeblich in zahllosen Kaffeemaschinen eingebaut wird. Ich dachte: Naja, kannst du ja mal ausprobieren, bei 8,50 €incl. Porto (gebrauchtes Teil!) kann man so viel nicht verkehrt machen. Hab ich also bestellt.

Das habe ich dann mit etwas Bastelarbeit passend gemacht und eingebaut und ohne viel Hoffnung und unter den zweifelnden Blicken meiner Holden die Maschine in Betrieb genommen.

Und es hat tatsächlich funktioniert: Maschine geht wieder!

Hat sich das gelohnt? Für mich schon, weil es die Maschine nicht mehr gibt und ich es hasse, Sachen wegzuwerfen, nur weil eine Kleinigkeit kaputt ist, die ich oder "man" relativ leicht reparieren könnte.

Aber wirtschaftlich? Ich habe da bestimmt 4 Stunden versenkt, plus das Teil. Plus Nerven, weil die zerpflückte Kaffeemaschine 3 Wochen bei uns in Einzelteilen rumlag, was meine Holde gar nicht gut verkraften kann. Ein geübter Fachmensch hätte vielleicht nur 2 Stunden gebraucht aber bei den typischen Kosten in einer Reparaturwerkstatt und den daraus resultierenden Stundenkosten wird das ganz ganz eng.

Irgendwie nervt mich das, dass es billiger ist, sowas wegzuwerfen und neu zu kaufen, als den Fehler zu suchen und zu reparieren.



So siehts aus:

IMG_5415
Eingebaut das neue Flowmeter, in der Hand das alte defekte.











DHL & Murphy

Muss Paket aufgeben. Eigentlich nur abgeben, Porto online bezahlt.
Wo ist die nächste Post?
Man kennt das Problem: inzwischen gibt es kaum noch Postfilialen, und wenn, sind die in irgendwelchen Einkaufszentren, die nicht echt in der Nähe sind, wo man in ein Parkhaus in die 8. Etage fährt um eine freien Parkplatz zu finden und sich dann durch Massen von Leuten kämpfen muss, die mal eben "Shoppen" sind. Dann steht man in der Postfiliale 15 Minuten an und hinterher latzt man noch 2 Euro, damit man aus dem Parkhaus wieder raus darf.

Aber moment mal, auf dem Weg zur Arbeit gab's ja so eine kleine Post. An der fahre ich seit 15 Jahren jeden Tag 2x vorbei, war aber noch NIE drin. Ich erinnere mich aber, dass die nur halbtags auf hat und auch nicht jeden Tag.

Bei meinem Glück hat die heute zu. Oder nur Vormittags auf. Und genau genommen weiss ich auch nicht, ob die nicht schon vor 2 Jahren geschlossen wurde und ich das nur noch nicht mitbekommen habe.

Eine kurze Internetrecherche zeigt aber: Die gibts noch.
Und die hat sogar heute auf.
Und zwar auch
jetzt.
Unglaublich eigentlich: Eine Postfiliale auf dem Weg, die auf hat. Kann das wirklich sein?

Nope, kann nicht sein.
Vor Ort eine Schild an der Tür:
Am 17.Juli (also heute) aus betrieblichen Gründen geschlossen.

Okay, Welt wieder in Ordnung.


Update: Am nächsten Tag versucht, das Paket bei einer anderen Poststelle abzugeben. Dort erklärt man, das Paket könne nicht angenommen werden, da es zu
stark mit Klebeband eingewickelt sei. Offenbar gibt es irgendeine Regel, dass ein Paket nur zu x% mit Klebeband umwickelt sein darf und wenn es mehr ist, dann ist es Sperrgut.



Flugunbereitschaft der BRD

Neuigkeit diese Woche:

Regierungsflugzeug der BRD ist ohne Probleme geflogen!


Hahah, nur ein Scherz.
Flugzeug der Flugbereitschaft muss in Schönefeld Notlanden und blockiert Landebahn.

Ich sach ma so: Deutschlands Reputation in Sachen "Fliegen" hat langsam dem Niveau des Kongo. (und so weiter rund so weiter)






Rekursive Argumentation

Bekomme eine Mail, deren Subject lautet:

69% chance that you will not open this.

Ich erhöhe auf 100% in dem ich ungelesen auf "löschen" drücke.

Ich meine, ich lese doch keine Mails, die schon im Subject um 31% daneben liegen!





Flugbereitschaft der BRD

Neuigkeit diese Woche:

Regierungsflugzeug der BRD hat Politiker ohne Probleme zu wichtigen internationalen Events geflogen!


Hahah, nur ein Aprilscherz.
Reifenpanne am Regierungs-Airbus A340 "Konrad Adenauer" in New York.

Ich sach ma so: Deutschlands Reputation in Sachen "Fliegen" nähert sich langsam dem Niveau des Kongo. Auf die Flughafenbaustelle BER wurde ich sogar schon von einem Taxifahrer in Madrid angesprochen, er sei enttäuscht, denn er habe Deutsche immer als perfektionistisch und irgendwie gründlicher als z.b. Spanier wahrgenommen.
Dort konnte ich mich noch mit einem billigen Scherz retten: Wir Deutschen sein eben auf
jedem Gebiet besser und gründlicher als alle anderen: Wenn wir z.b. was vergeigen oder in den Sand setzen, dann aber auch RICHTIG! Flughafen paar Monate zu spät könne ja jede Nation. Wir hingegen würden hier in Dekaden rechnen.


Er versprach, sich die Argumentationslinie zu merken.




Boilerroom

Zoll Stock 4 Meter spielt im Boilerroom. Ich weiss, dass der Boilerroom einen gemischten Ruf hat, jedoch: Die machen was, man kann hingehen und muss keinen Eintritt zahlen. Das ist erstmal als Anfang nicht übel. Also dachte ich: Ich geh mal hin.

Boileroom ist ein durchaus seltsames Format. Die Acts stehen mitten auf der Tanzfläche, das Ganze wird gefilmt und auf Facebook und YouTube gestreamed, die Reichweite ist dadurch recht gross, kann sein, dass einige 100.000 Leute zusehen.

DJ Pult mitten af der Tanzflcähe und dann auch noch in Kniehöhe ist optisch schön und gut zu filmen. Die Besucher der Party stehen direkt um einen herum, 2-3 Leute direkt hinter einem. Sieht bestimmt cool aus im Stream, ist aber faktisch natürlich nicht gut, man kann gar nicht richtig agieren, z.b. nichts am Rechner machen weil man den Platz nicht hat und in die Knie gehen müsste.
Muss man also in weiten Bereichen den Fallback-Mix laufen lassen.

Prompt haben sich Leute in den Kommentaren bei Facebook und YouTube beschwert, der Typ da würde ja gar nichts machen, sondern nur eine Playlist abspielen, null DJ-Skilz und so weiter. (Zoll Stock 4 Meter ist nie ein DJ gewesen, weiss das Boileroompublikum natürlich nicht, alles was da in der Nähe eines Mixers steht und Musik macht ist "ein DJ".)

Überhaupt sind die Viewercomments auf speziell auf Facebook echt schräg, viele Argumentieren exakt so spießig wie ihre eigenen
Großeltern: "Das ist doch keine Musik, hängt die CD? Presslufthammer aufgenommen und dann nur auf Play gedrückt hier? Der Typ ist krank / senil / Alzheimer / irre / was ist das denn für eine Scheisse! Blablabla."
Da kann ich von meiner 78jährigen Mutter weit bessere Kommentare erwarten.

Soweit die heutige Jugend.

Vor Ort waren die Leute viel besser drauf und obwohl einige gegen Ende des Gigs erkennbar überfordert waren, sind alle am Ball geblieben. Oft habe ich auch sowas wie ungläubiges Staunen gesehen, weil Zoll Stock ja nun inzwischen auch ein erkennbar alter Sack ist, aus Sicht mancher Besucher im selben Alter wie die Eltern oder gar Grosseltern.

Kommentar einer weiblichen Facebooknutzerin die den Stream verfolgte: "He is a FILF."

LOL.


Kurzum: Ein echt seltsames Format, aber zumindest vor Ort lustig.




DB mal anders (nein, nicht besser...)

Neuer Twist bei der Deutschen Bahn:

Die Züge fahren jetzt nicht mehr zu spät ab, sondern zu früh.

Der IC1915 von Berlin nach Köln, Abfahrt laut DB Webseite
und Zugticket am Sonntag ab Berlin Spandau um 12:16 Uhr, fährt in Wirklichkeit aber um 12:05 ab.

Und zwar wegen einer Baustelle mit Langsamfahrt im späteren Streckenverlauf ... die dadurch entstehende Verspätung will man kompensieren, indem der Zug eben früher losfährt. Das ist ja an sich gut gedacht.
Jetzt müssten das nur noch die Fahrgäste wissen,
dann würde es auch helfen.

Weil wir rein zufällig etwas zu früh am Bahnhof sind, erreichen wir den Zug trotzdem noch. Viele Andere haben weniger Glück. Zwei Jungs z.B. kommen um 12:05 an und schaffen es noch bis zur Tür des Zuges. Die ist aber schon zu und verriegelt, sie rütteln noch ein wenig und sehen dann ihren Zug abfahren. 30 Sekunden zu spät, eine Fahrkarte in der Hand haltend, auf der steht, daß sie noch 11 Minuten Zeit haben.

Das richtig Spannende ist: Der ausgehängte gedruckte Plan der Wagenreihung zeigt die Abfahrtzeit 12:05.
Die Bahn schafft es also, Drucksachen aktueller zu halten als ihre eigene Webseite oder online gebuchte Fahrkarten.

Das ist ja auch mal eine Leistung.


Spass in Frankreich

Muss ausserplanmäßig im Februar nach Frankreich, da meine Schwester im Krankenhaus liegt, etwas Ernstes.

Ich fahre mit Ersatzfahrzeug, da mein eigentlicher Wagen im Sommer (ebenfalls in Frankreich) einen Totalschaden erlitten hat, weil jemand hinten reingefahren ist.

In das Ersatzfahrzeug ist mir heute Mittag jemand reingefahren, hat sich in der Einfahrt der Tiefgarage vertan hat und wollte rückwärts wieder raus … peng.

Jetzt ist es Abends und Tränengas wabert durchs Hotel, draussen Gelbwesten-Demo.

Meiner Schwester geht es allerdings schon ein wenig besser - nach schwerer Operation.