Überraschung

Jugend forscht

In der Küche liegen Möhren.
Mit fällt eine Film ein, ich glaube er hiess "Shoot em up". Der Protagonist isst gerne Möhren und benutzt sie in der Not auch als Waffe, unter anderem bringt er jemanden um, indem er ihm eine Möhre in den Mund rammt, die hinten aus dem Hals wieder raus kommt.

Als ich den Film sah hatte ich schon … äh … gewisse Zweifel.

Jetzt fühle ich mich berufen das mal auszuprobieren. Sicherheitshalber nehme ich erstmal nur meine Hand.


Ergebnis: eine leicht rote Stelle auf der Handfläche und einen Küchenfussboden voller zerbröselter Möhrenstückchen.


Bestimmt hat der im Film ganz andere Möhren verwendet.

Es gibt keine "autonom fahrende" Autos

Wie allseits bekannt ist Google ja gaaanz weit vorne mit selbstfahrenden Autos. Google hat mit seiner Testflotte schon weit über eine Million Kilometer zurückgelegt, ohne einen Unfall.

Das ist beeindruckend und man fragt sich, wo denn die etablierten Automobilhersteller und Universitäten so bleiben. Sind die nur zu doof, oder haben einfach weniger tolle technische Ideen als Google? Oder zu wenig Geld?

Um da ein bisschen einzusteigen, muss man sich damit befassen, wo die Google Autos so lang fahren. Und wie.
Die 1,2 Millionen Kilometer sind nämlich in Wirklichkeit auf nur recht wenigen Strecken zustande gekommen. D.H. die Autos fahren überwiegend immer wieder die selben Strecken ab.

Ich fahre z.B. jeden Tag 18 km zur Arbeit, vormittags hin und Nachts zurück. Und zwar seit mittlerweile 8 Jahren.
Wenn man hin und zurück einzeln rechnet, fahre ich die Strecke als ca, 500x pro Jahr, bin also in den letzten 8 Jahren da über 4000x lang gefahren.

72000 Kilometer.
Nur für diese eine Strecke.

Diese 18 Kilometer kenn ich im Schlaf. Ich kenne jedes Schild, jede Ampel, ja sogar die Ampelphasen. Ich werde vor einer bestimmten Ampel langsamer obwohl sie grün zeigt, denn ich weiss AUSWENDIG, dass sie rot wird wenn ich 20 Meter davor bin.

Ich weiss, dass an einem Brückengeländer seit einem Jahr eine Absperrung steht und dass in einer bestimmten Zone seit zwei Jahren Tempo 30 gilt (wegen Brückenschäden).

Ich habe also in meinem Kopf eine genaue Landkarte dieser Strecke, sodass ich sie auch mit eher geringer Aufmerksamkeit abfahren kann. Ich muss eigentlich nur aufpassen, dass mir nix direkt vor die Karre springt.

Autofahren besteht nämlich aus zwei Teilen (die Umwelterfassung betreffend): Den unbewegten Objekten und den bewegten. Beides muss gleichzeitig erfasst werden können um Auto zu fahren. Die Aufgabe ist deutlich einfacher, wenn man mindestens einen der beiden Aspekte irgendwie wegnehmen könnte, indem man - so wie ich auf meiner Fahrt zur Arbeit - wesentliche Teile bereits kennt, sie also nicht während des Fahrens erst erfassen muss. Das würde die Informationsflut wesentlich reduzieren.

Und so fahren die Google Autos: Immer eine bestimmte bekannte Strecke. Bekannt ist die Strecke deswegen, weil jemand eine Landkarte der Strecke angefertigt hat. Vorher. Und zwar nicht etwa eine Landkarte auf dem Level wie Google Maps, sonder eine sehr genau Landkarte, eine in der alle Ampeln, alle Schilder, alle Hindernisse, ja sogar Details wie Bushaltestellen, Briefkästen und Strassenschäden verzeichnet sind. Selbst alle Fahrbahnmarkierungen sind genau verzeichnet, inclusive Angaben wie breit eine Fahrspur genau ist etc.

An dieser Karte orientiert sich das Auto, es muss nicht - wie ein menschlicher Fahrer - abschätzen wie weit die Ampel noch weg ist, wie viel Platz zum Strassenrand ist oder wie stark die Kurve genau ist. Googles Auto weiss all das schon vorher. Es weiss z.b. dass die Kurve enger werden wird, bevor sie einsehbar ist.

Ein riesiger Bereich an Aufgaben, die ein menschlicher Fahrer mal eben nebenher lösen muss, kümmert das Googleauto gar nicht.


Was passiert nun, wenn sich Teile der Strasse ändern? Vorübergehende Baustelle? Deswegen leichte Änderung der Spurführung? Womöglich eine temporäre Ampel? Gelbe Zusatzmarkierung?

Für mich (und alle anderen menschlichen Autofahrer) kein Problem. Wir würden sagen: "Ach sieh mal an, da haben sie jetzt hier die Strasse geschwenkt und hier ist jetzt so eine Behelfsampel. Oh, die Spur ist deutlich enger, da wird man etwas langsamer fahren müssen."

Das Googelauto aber wäre in echten Schwierigkeiten. Laut einem
Artikel von BoingBoing gibt Googles Car-Team zu, dass das Auto dann die rote Ampel durchaus übersehen könnte. Denn Googles Auto ist nicht besonders intelligent. Es kann eine Ampel eigentlich gar nicht erkennen und eine rote Ampel nicht von einer roten Reklame, der untergehenden Sonne, Lichtreflexionen oder einem Handtuch das über ein Balkongeländer hängt unterscheiden, wenn die Winkel und Lichtverhältnisse nur etwas ungünstig sind.

Während menschliche Autofahrer eine rote Ampel auch dann erkennen, wenn sie diese Ampel noch nie zuvor gesehen haben und nicht einmal wussten, dass an dieser Stelle überhaupt eine Ampel steht, muss Googles autonomes Auto VORHER wissen, dass es an dieser Stelle eine Ampel zu sehen hat und ein roter Farbfleck in der richtigen Höhe am Strassenrand wohl ein Rotlicht ist und nicht bloss eine Spiegelung in einem Wohnungsfenster.

Das Google Auto kann also schlicht nicht in unbekanntem Gebiet fahren.
Eine Übung, die menschliche Autofahrer vor keine besonderen Probleme stellt: Jeder von uns fährt ab und an ohne echte Schwierigkeiten total unbekannte Strassen entlang ("hier war ich ja noch nie!") und selbst Dinge wie andere Länder mit abweichenden Markierungen oder Vorfahrtsregeln, ja sogar Linksverkehr beim Urlaub in z.B. Irland sind beherrschbar.


Dieser … äh … "kleine" Unterschied relativiert den Begriff "Autonom" doch erheblich.

Es bedeutet schlicht, das Googles Auto genau genommen nirgends wirklich alleine fahren kann, sondern ein möglicher Fahrweg vorher von echten Leuten abgefahren werden muss, die in einer noch früher angefertigten Strassenkarte alles relevanten Hindernisse und Abmessungen genau einzeichnet. Und genau so arbeitet Google hier auch: Die haben einen Trupp von Leuten, die die Strecken regelmässig abfahren und jede Änderung an der Strecke in die Landkarten der Autos eintragen.
Die eigentliche Intelligenz liegt also nicht im "autonom" fahrenden Auto, sondern im Erstellen der Karte.

Somit ist das Googleauto genau genommen einem Zug näher, der auf vorher verlegten Schienen von einem Bahnhof zum anderen fährt, als einem echten Auto mit echtem menschlichen Fahrer. Und irgendwie würde uns ein automatische fahrender Zug doch kaum so stark beeindrucken, oder? (Tatsächlich fahren in Europa schon seit 25 Jahren in verschiedenen Städten fahrerlose U-Bahnen, in Nürnberg immerhin seit 2007)

Nicht nur kann eine Googleauto keineswegs alleine von A nach B fahren, wenn der Weg dazwischen nicht genau katalogisiert und genau kartiert ist, schlimmer noch: Eine überraschende Baustellenampel die gestern nicht da war kann die Katastrophe bedeuten.

Der Eindruck des sensationelle Vorsprung von Google gegenüber allen anderen autonomen Fahrzeugen (Automobilhersteller, Unis, Forschungsprojekten) liegt also vor allem da drin, dass dieser wichtige Umstand von Google nicht kommuniziert wird. Oder um es anders auszudrücken: Google kann sich nicht bessere Forscher leisten, sondern vor allem sehr viele studentische Hilfskräfte, die extrem genaue Strassenkarten top-aktuell halten.


Faktisch sind wir von tatsächlich autonom fahrende Autos viel weiter entfernt als es wegen Googles Erfolgen erscheint. Die Aussage von Google Mitgründer Sergey Brin, wir würden ca. 2018 die ersten selbstfahrenden Autos haben, ist schlicht Blödsinn. Und die Automobilhersteller wissen das auch.


Googles Methode kann vielleicht noch sinnvoll angewendet werden, wenn man immer von A nach B fährt und zwar immer die selbe Strecke UND diese Strecke 2-3 mal täglich von Menschen Zwecks Aktualisierung abgefahren wird. Also im Wesentlichen in einer Art Linienverkehr.

Aber die Anforderung: "Auto, fahr uns mal zu meiner Tante nach Dortmund" werden wir in 20 Jahren nicht lösen können.

Ich höre schon den Einwand: "Es sei denn Google katalogisiert das gesamte Strassennetz und kontrolliert diese Daten mehrmals jeden Tag. Immerhin hätte vor 20 Jahren niemand Google Streetview für machbar gehalten."

Mal abgesehen davon, dass Vergleich zu den Anforderungen der Karten für autonomes fahren Streetview billiger Kinderkram ist: Damit hätten wir dann einen Aspekt der oben genannten adressiert. Bleibt "nur" noch der andere Kleinkram: Die bewegten Objekte.

Zur Zeit kann Googles Auto rein reaktiv fahren. Es weiss nicht, dass der auf die Strasse rollende Ball sehr wohl ein Grund zum Bremsen ist, selbst wenn er nicht im unmittelbaren Fahrweg rollt. Das Googleauto bremst erst, wenn das Kind dem Ball nachlaufend vor's Auto springt.

Das mag bei niedriger und mittlerer Geschwindigkeit noch reichen, insbesondere weil das Googleauto schneller bremst als ein Mensch: es hat keine Schrecksekunde, eine sehr kurze Reaktionszeit und direkten Zugriff auf die Bremse, nicht via Fuss, der erst noch aufs Pedal bewegt werden muss.

Aber ab welcher Geschwindigkeit reicht das nicht mehr? Bisher fahren Googles Autos eigentlich nur in der Stadt. Dort ist der Verkehr zwar anspruchsvoller als bei Überlandfahrten, in der Stadt fällt aber auch weniger auf, dass das Auto vielleicht gar nicht schneller als 40 Km/h kann, weil die rein reaktive Fahrweise nur bei diesen eher geringen Geschwindigkeiten Erfolg verspricht.

Googles Auto wertet keine der buchstäblich tausenden Zusatzinfos aus:
Ist das ein Fahrrad oder ein Motorrad? Ist das eine Jogger oder eine alte Frau, die sich unsicher bewegt? Ist das ein Kind? Wo sieht es hin? Ist das schneller fahrende Auto ein Krankenwagen? Warum wird der Wagen vor uns langsamer? Das Nummernschild ist aus dem Ausland, der wird sich hier nicht so gut auskennen. Das ist ein Bus, warum hält der hier obwohl hier keine Haltestelle ist? Egal, vielleicht steigen Leute aus. Der Fleck auf der Strasse ist eine grosse Pfütze. Der Fleck auf der Strasse ist vielleicht glatt. Der Fleck auf der Strasse ist ein Stück Papier. Der Fleck auf der Strasse ist ein Gegenstand dem wir ausweichen müssen. Der Fleck auf der Strasse ist ein Schlagloch. Der Mann winkt, er will das wir anhalten. Der Mann winkt seiner Bekannten zu. Die Bekannte hupt als Gruss. Die Autofahrerin hupt als Warnung. Ein Auto hält, jemand wird gleich die Tür öffnen. Kommt jemand aus der Einfahrt? Das Warndreieck …

Die Liste ist endlos.

Obwohl es dazu seitens Google keine Aussagen gibt, muss man aktuell sogar davon ausgehen, dass nicht mal Blinker und Bremslichter ausgewertet werden, schon weil es gar nicht so leicht ist, Bremslichter von normalen Rücklichtern zu unterscheiden. Vielmehr misst das Googleauto schlicht den Abstand zum vorherigen Fahrzeug und ermittelt, ob der sich verringert und wenn ja wie schnell. Es ist also was Kollisionvermeidung betrifft eine Art besserer Radar-Tempomat ("Adaptive-Cruise-Control").

Ein Überleben bei nur moderaten Autobahngeschwindigkeiten ist mit einer rein reaktiven Fahrweise nicht mehr denkbar. Wer auf der Überholspur schon mal langsamer geworden ist, weil er nur VERMUTET hat, dass das hinter dem Lastwagen klebende Auto gleich ohne blinken auf die Überholspur wechseln könnte, weiss wovon ich rede. Jeden Tag sterben auf der Autobahn Leute nicht, weil sie AHNEN was gleich passieren könnte.

Und über starken Regen, Nebel oder Schneefall haben wir noch nicht gesprochen.

Die allenthalben aufkommenden spurhalte Assistenten sind auch nicht echt autonom fahrende Autos, sondern vielmehr Systeme die unter sehr engen Parametern (wie z.b. brauchbare Sichtverhältnisse und brauchbare Fahrbahnmarkierungen) eine Spur halten und in einer Schlange im Verkehr mitschwimmen können. Aber schon die Autobahnausfahrt alleine finden und abfahren ist zu komplex.

Kurzum: Es gibt keine autonom fahrenden Autos, auch (oder vor allem) nicht von Google. Jedenfalls nicht, wenn man das "autonom" auch nur halbwegs ernst nimmt. Und es wird keine geben. Mindestens nicht in den nächsten 20 Jahren und vielleicht wesentlich länger nicht.









Schalten Sie wieder ein, wenn Sie den Grillmaster sagen hören: "Sollen wir mal über Amazons Paketzustellung per Quadcopter reden?"




Nochwas

Ist euch eigentlich schonmal aufgefallen, dass es auf dieser Webseite KEINE Werbung gibt?






Spass mit Umzug

In meiner Zeit als Student habe ich ja Geld verdient, indem ich bei einer kleinen Umzugsfirma als Möbelpacker gearbeitet habe. Das war eine echter Knochenjob, bei dem man morgens um 7 Uhr antanzen durfte und dann gerne mal bis 20 Uhr abends nur Sachen durch Treppenhäuser geschleift hat. Die zwischendrin stattfindende Fahrt von der alten zur neuen Wohnung war oft die einzige wesentliche Erholungspause.

Damals habe ich aber viele lustige Geschichten erlebt, die vor allem retrospektiv lustig waren, nicht jedoch als ich mittendrin war.

Und nun, fast 30 Jahre später hat es mich doch noch mal ereilt. Umzug (nicht meiner) und lustige Geschichten (nicht lustig als ich mittendrin war).

Um einer Bekannten die recht knapp bei Kasse ist ihrem Umzug so günstig wie möglich zu machen, wird der privat organisiert, etwas, dem ich seit meiner Zeit als Student wenn irgend möglich aus dem Weg gehen wollte. Zwei- dreimal habe ich in den letzten 20 Jahren dann doch geholfen, Gelegenheiten bei denen ich immer durch ein gewisses Tempo beeindrucken konnte: Zwei Kartons auf einmal schultern und dann hoch damit - und so Kram, den man eben lernt, wenn man das gegen Geld macht - aber gleichzeitig weiss, das man es nicht bis zur Rente machen muss.

Inzwischen aber bin ich ein alter Sack mit Rückenschmerzen und habe vor sowas Ang… äh… mehr Respekt.

Diesmal lief eigentlich alles ganz gut, obwohl es zu den obligatorischen "Noshows" kam. Wir waren genug Leute und die Sachen waren in einem Möbellager, das Fahrstuhl und Laderampe in Lastwagenhöhe hatte, überdies standen Transportwannen und Hunde (nee, also Hunde sind diese Rollbretter) bereit und sogar der Kühlschrank, der geschlossen im Lager stand (immer ein Fehler), war innen dann nicht verschimmelt und sah noch okay aus. Und angefangen haben wir auch erst kurz vor Mittag, human mithin, denn am Wochenende noch früh aufstehen macht ja auch keinen Spass.


Alles lief echt easy.
Dann waren wir fast fertig mit einladen.


Also alles chick, bis jemand auf einmal hektisch mit Toilettenpapier durch die Gegend lief, geschätzt eine halbe Rolle abgewickelt flatterte in der Hand.
"Naja, da tropft was aus dem Kühlschrank, das riecht auch komisch, braune Flüssigkeit, kann das das Kühlmittel sein?"

Nein, kann es nicht, denke ich noch, denn das Kühlmittel ist unter Normaldruck ein Gas.

Derweil kommt meine holde Maid, die den Umzug mehr oder weniger organisiert hat, im Galopp an mir vorbei und flüchtet nach draussen, wo sie sich erkennbar bemühen muss, nicht gleich in die Ecke zu kotzen.

So schlimm kann so eine bischen Abtauwasser-Rest doch wohl nun nicht sein. Obwohl... es riecht schon recht deutlich. Ich gehe also hin und sehe mir das Geschehen mal an. Der Kühlschrank - eine Gefrierkombi übrigens - steht in einem Gang des Möbellagers. Bischen Flüsigkeit rausgetropft irgendwie.

Ich brauche auch durchaus eine Weile um zu schnallen was es ist.

ZU Lange um genau zu sein, ich kapiere es nämlich erst, als ich das seperate Tiefkühlfach aufmache, das bisher noch niemand geöffnet hat und dort sofort ein Schwall einer schleimigen braunen Flüssigkeite rausbricht, die
INFERNALISCH STINKT.

Also …

INFERNALSCH STINKT

… ist eigentlich stark untertrieben.

Es stinkt so schlimm, das selbst 15 Meter weiter buchstäblich der Hauch des Todes wie eine Schockwelle durch's Gebäude wabert und alle Leute ins Freie treibt.

Selbst Personen, die sich eher unempfindlich geben, werden tatsächlich blass, das Gelächter erstirbt, alle blicken geradezu ungläubig von einem zum anderen, alle versuchen flach zu atmen. Draussen wohl gemerkt, der Kühlschrank steht drinnen.

Man wundert sich, dass der Fussboden sich nicht auflöst, wo die pastöse braune Lache sich ausbreitet.

Tja.

Tiefkühlfach war befüllt gewesen bei Einlagerung der Kühl/Gefrierkombination ins Möbellager.
Vor 5 Monaten.

Fisch, Fleisch und Garnelen erkenne ich noch anhand der Plasiktütenaufdrucke. In den Plastiktüten ist irgendwas braun-graues.

Einlagerung … war … vor … FÜNF … Monaten.

Es wird beratschlagt was zu tun ist und vor allem WER es tun soll.

Kurzum: ich habe dann die Fächer des Tiefkühlers rausgefingert und in einen Müllcontainer verfrachtet (es ist übrigens ganz einfach, ein Tiefkühlfach, dass fast 15 Kilo wiegt mit ausgestreckten Armen von sich zu halten, wenn die Motivation stimmt) und zwei andere Umzugshelferinnen haben die Lache mit der braunen Mampe mit Katzenstreu aufgesaugt (super Idee, war praktischerweise auch eingelagert gewesen) und zusammengefegt und hinterher mit Desinfektionsmittel (der Mitarbeiter des Möbellagers hatte im Rauslaufen noch zugerufen wo es steht) hantiert.

Mir ist bis jetzt nicht ganz klar, wie wir es hinbekommen haben, dass dabei niemand gekotzt hat.
Ich hatte hinterher Kopfschmerzen vom Luftanhalten.


Selbst den Kühlschrank mit einer Sackkarre neben die Mülltonnen zerren, wo er dann hoffentlich Dienstag von der BSR abgeholt wird, war noch eine Belastungsprobe.




Ja, jetzt, einen Tag später ist das lustig.





Das ist ja mal eine Überraschung!

Die Staatsanwaltschaft München hat also, wie erst jetzt weithin bekannt wurde, Anfang April eine Razzia bei RTL2 durchgeführt und sogar mindestens einen Mitarbeiter des Senders verhaftet. Und zwar wird ihm/ihnen vorgeworfen, in den Jahren 2005 und 2006 insgesamt etwa eine halbe Million Flirt-SMS-Meldungen an etwa 14.000 Flirtsuchende verschickt zu haben. Den Nutzern des nur auf RTL2 beworbenen SMS Flirtdienstes soll vorgegaukelt worden sein, mit anderen flirtsuchenden Personen zu simsen. Tatsächlich aber sollen angestellte Mitarbeiter auf 400-Euro-Basis auf die SMSe geantwortet haben.

Na sowas, das hätte ich NIE gedacht.! Ich glaubte bisher, das all die echt „heissen Girls“ in Deutschland VORWIEGEND SMS-Dienste zum Kennenlernen von bierbäuchigen Schnauzbarträgern in den späten 40ern... äh... verklemmten pickligen GTA-Spielern... nee... Moment... „netten Boys“! verwenden.

Nicht wahr?

(und wo wir gerade dabei sind: „simsen“ ist ja ein echt bescheuertes Wort, aber man will ja mit der Zeit gehen)

(nochwas: Mir ist aufgefallen, das Blechkuchen mit roten Früchten durch Schlagsahne sehr gewinnen, Apfelkuchen aber nicht und Käsekuchen gar nicht)